7. Juli 2017, 07:28
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Wertpapier-Depot: So verringern Sie das Verlustrisiko

Um trotz niedriger Zinsen ihre Renditeziele zu erreichen, entscheiden sich viele Investoren für riskantere Anlagen. Wenn die Risikobudgets dann nicht erhöht werden, können sie schnell unter Druck geraten. Eine Wertsicherungsstrategie kann helfen, das Verlustrisiko einer Anlage zu verringern, ohne die Renditechancen nachhaltig zu gefährden. Invesco hat die Stärken und Schwächen verschiedener Wertsicherungsstrategien analysiert.

Studie-Anlageberatung-Young-Professionals in Wertpapier-Depot: So verringern Sie das Verlustrisiko

Wertsicherungsstrategien können helfen, Verluste zu begrenzen, wenn man auf die richtige Strategie setzt.

Invesco kommt zu dem Schluss, dass ein aktiver Ansatz auf Basis dynamischer Risikoprognosen eine bessere Alternative zu statischen Ansätzen wie Stop-Loss oder CPPI (Constant Proportion Portfolio Insurance) sein kann und dabei potenziell günstiger als eine optionsbasierte Strategie.

Zwar könnten die strategische und taktische Asset Allokation das Risiko durch eine strategische Diversifikation und taktische Positionierung in turbulenten Märkten reduzieren. Da aber Marktprognosen meist sehr unsicher seien, könne nicht jede Eventualität korrekt antizipiert werden. “Genau dann ist es beruhigend, wenn das Risikomanagement greift und die Wertsicherungskomponente als Ultima Ratio für einen niedrigeren Investitionsgrad sorgt”, sagt Dr. Martin Kolrep, Senior Portfolio Manager, Invesco Quantitative Strategies.

Wer langfristig investieren und Verluste aussitzen kann, könne möglicherweise auf eine Wertsicherung verzichten. Tatsächlich aber könnten viele Anleger aus verschiedenen Gründen nicht mehr langfristig denken, sondern müssten kurzfristige Rahmenbedingungen berücksichtigen, zum Beispiel rechtliche Vorgaben wie den neuen Rechnungslegungsstandard IFRS 9. “Wenn Verluste aus Finanzanlagen direkt auf die Bilanz durchschlagen, werden viele Investoren die Volatilität und das Verlustrisiko ihrer Anlagen überprüfen und alle Möglichkeiten ausloten, wie man beides begrenzen kann”, so Kolrep. Da sei es dann nebensächlich, ob Kosten entstehen und die Rendite letztlich etwas niedriger ausfällt.

Mit Blick auf einen weiteren verbreiteten Sorgenfaktor weist Mitautor Dr. Harald Lohre, Senior Research Analyst, Invesco Quantitative Strategies, darauf hin, dass Investoren mit einer Wertsicherungsstrategie trotzdem ein aktienähnliches Risiko-Rendite-Profil erreichen können. „Es ist eine veraltete Sichtweise, dass aktienähnliche Renditen nur zu erzielen sind, wenn man auch bereit ist, eine hohe Volatilität zu akzeptieren“, sagt Lohre. „Das ist auch – bei geringerer Partizipation – mit niedrigeren Risiken zu schaffen. Und wenn Aktien eine der wenigen verbliebenen attraktiven Anlageklassen sind, kann das für viele Anleger durchaus interessant sein – vor allem, wenn ihre Risikobudgets nicht so groß sind.“ Heute hätten Investmentprofis Möglichkeiten, das Renditeprofil des Aktienmarktes nachzubilden, aber mit einer bestimmten konstanten Volatilität, oder aber auch nur Volatilitätsspitzen abzuschneiden.

Seite 2: Von steigenden Kursen profitieren, aber hohe Verluste vermeiden

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 05/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Private Equity – Büroflächenmangel – Datenschutz

Rendite+ 1/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Marktreport Sachwertanlagen – Windkraft – Vermögensanlagen – Bitcoin & Co.

Ab dem 22. März im Handel.

Versicherungen

Universa baut Fondspalette aus und bringt neue Kfz-Versicherung

Die Universa Versicherungen, Nürnberg, stockt die Fondspalette auf und bietet jetzt fünf iShare-ETFs von Blackrock Asset Management an. Neben einem weltweiten und deutschen Aktienindex werden somit nun auch ETFs angeboten, die einen Aktienindex in Europa und in Schwellenländern sowie einen Index aus Unternehmensanleihen in der Eurozone nachbilden.

mehr ...

Immobilien

Deutsche wollen smarter wohnen

Das Smart Home gilt seit einigen Jahren als der Standard von morgen. Eine Deloitte-Studie zeigt: Das Interesse an diesen Anwendungen ist groß, der Datenschutz bleibt jedoch ein wichtiges Thema. Immerhin 13 Prozent der Haushalte verfügen bereits über einen intelligenten Lautsprecher. Bei der Art der bevorzugten Smart-Home-Lösungen gibt es zudem Unterschiede zwischen den Altersgruppen.

mehr ...

Investmentfonds

BaFin präzisiert Vorschriften der MiFID II

Die Finanzaufsicht BaFin hat die Neufassung ihres Rundschreibens “MaComp” veröffentlicht und präzisiert darin unter anderem die Grundsätze zur “Zielmarktbestimmung” und diverse weitere neue Vorschriften. Zwei Punkte allerdings fehlen noch.

mehr ...

Berater

Neue Kooperationspartner der BCA AG

Der Oberurseler Maklerpool BCA präsentiert mit der xbAV Beratungssoftware GmbH sowie Honorar Konzept GmbH zwei Unternehmen, die ihre Services den BCA-Partnern zur Verfügung stellen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Umbau von Aktionärsstruktur und Aufsichtsrat abgeschlossen

Die Lloyd Fonds AG teilt mit, dass die im März angekündigten Änderungen in ihrer Aktionärsstruktur nun umgesetzt und die üblichen Vorbehalte aufgehoben wurden. Zudem wurde der Aufsichtsrat mehrheitlich neu besetzt.

mehr ...

Recht

Bürgschaften sind keine nachträglichen Anschaffungen

Wird ein Gesellschafter im Insolvenzverfahren als Bürge für Verbindlichkeiten der Gesellschaft in Anspruch genommen, so kann er dies nicht mehr als nachträgliche Anschaffungskosten werten und somit auch nicht mehr steuermindernd geltend machen. Dies entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in einem aktuellen Urteil (Aktenzeichen: IX R 36/15). Gastbeitrag von Holger Witteler, Kanzlei Husemann, Eickhoff, Salmen & Partner

mehr ...