19. Juli 2018, 15:13
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Acht EU-Staaten fordern Kapitalmarktunion

Acht EU-Staaten dringen darauf, die Kapitalmarktunion zu vollenden. Vor dem EU-Austritts Großbritanniens sollten die europäischen Finanzmärkte besser integriert werden. Einige Teilnehmer wollen zudem ein Gegenwicht zu den EU-Haushaltsplänen des französischen Präsidenten Emmanuel Macron bilden.

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Blick auf den modernen Teil der Stadt Vilnius. In Litauen wurde die Erklärung der acht Mitgliedsstaaten vom Finanzministerium veröffentlicht.

Acht EU-Staaten fordern vor dem Hintergrund des bevorstehenden EU-Austritts Großbritanniens entschlossenere Schritte zur Integration der europäischen Finanzmärkte. So sollen die Finanzierungsmöglichkeiten für Unternehmen verbessert werden.

“Angesichts der Herausforderungen, denen sich die EU gegenübersieht, ist die vollständige Umsetzung der Kapitalmarktunion von wesentlicher Bedeutung”, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung der Finanzminister von Dänemark, Estland, Finnland, Irland, Lettland, Litauen, den Niederlanden und Schweden. Veröffentlicht wurde sie am Donnerstag vom litauischen Finanzministerium in Vilnius.

Politischer und institutioneller Zyklus der EU macht schnelle Entscheidung nötig

“Die Entscheidung des Vereinigten Königreichs, die EU zu verlassen, ist zwar bedauerlich, sie muss jedoch als Katalysator dafür dienen, unsere Anstrengungen bei der weiteren Entwicklung und Integration der EU-Kapitalmärkte zu verdoppeln”, betonten die acht Staaten aus dem Norden Europas.

Auch der “politische und institutionelle Zyklus der EU” mache eine schnellere Entscheidungsfindung notwendig, schrieben die Finanzminister mit Blick auf die Europawahlen 2019.

Gegenwicht zu Plänen für Eurozonen-Haushalt

Die acht Staaten verfolgen alle eine eher liberale Wirtschaftspolitik und haben vor kurzem damit begonnen, enger zusammenzuarbeiten. Damit wollen sie ihren Einfluss nach dem Rückzug ihres traditionellen Verbündeten Großbritannien aus der EU stärken.

Litauen und andere nordeuropäische Staaten wollen einem Bericht der Agentur BNS zufolge zudem ein Gegengewicht zu den französischen Plänen für einen Eurozonen-Haushalt schaffen. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

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