26. Januar 2018, 18:36
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Davos: George Soros warnt vor Atomkrieg

George Soros ist einer der bekanntesten Investoren und dennoch Kritiker des –seiner Ansicht nach– zu liberalen Kapitalismus. In Davos warnte er während seines alljährlichen Dinners vor einer düsteren Zukunft. Er kritisierte unter anderem die CSU, Donald Trump, Bitcoin und Facebook sowie Google.

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George Soros während einer Pressekonferenz im Juni 2017. In Davos zeichnete der ungarisch-amerikanische Investor ein negatives Bild für die Zukunft.

Er ist bekannt als einer der erfolgreichsten Investoren der Welt, Kritiker vieler Regierungen und als Philanthrop. Sein Abendessen ist eine der wichtigsten Veranstaltungen während des Weltwirtschaftsforums. Gemeint ist George Soros, der in Davos vor einem Atomkrieg warnte. Darüber berichtete die “Frankfurter Allgemeine” (FAZ).

US-Präsident Donald Trump gefährdet laut Soros die offene Gesellschaft und die gesamte Zivilisation. Denn sowohl er als auch Herrscher wie der nordkoreanische Diktator Kim Jong Un “scheinen einen Atomkrieg in Kauf zu nehmen, um an der Macht zu bleiben”, sagte Soros nach Angaben der FAZ. Doch sei Trumps Präsidentschaft spätestens 2020 beendet.

Kritik am Rechtsruck der CSU

Gleichzeitig warnte Soros vor der Macht der Internetkonzerne Facebook und Google. Die Monopole könnten geneigt sein, sich mit autoritären Regimen verbünden und ein totalitäres Netzwerk aufbauen. Er wünscht sich laut FAZ mehr Regeln für die Konzerne und hofft auf EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Verstager.

Ein weiteres Problem, besonders für Europa, sei die CSU, die durch ihren Rechtsruck das deutsche Parteiensystem “weitgehend funktionsunfähig” gemacht habe, “bis sich CDU und CSU aufspalten.” Der Rechtsruck sei die Antwort der CSU auf die AfD und die bevorstehende Wahl in Bayern im kommenden Jahr.

“Bitcoin ist keine Währung”

Zudem schloss sich Soros den Bitcoin-Kritikern an: “Das ist keine Währung”, sagte Soros nach Angaben der FAZ. Die starken Kursausschläge nach oben seien Zeichen für eine typische Blase. (kl)

Foto: AP Photo/Ferdinand Ostrop

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