19. Februar 2018, 16:57
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Deutsche Bank streicht bis zu 500 Stellen

Die Negativschlagzeilen, die die Deutsche Bank betreffen, scheinen nicht zu enden. Auf die Diskussion um die Bonuszahlungen, die trotz Verlusten ausgezahlt werden sollen folgte die Nachricht von Marktmanipulationen und schließlich, dass der Hauptanteilseigner HNA  seine Anteile reduziert hat. Heute wurde öffentlich, dass mindestens 250 Investmentbanker ihre Stelle verlieren werden.

Deutsche-bank-frankfurt-turm-taunusanlage-shutterstock 271915643 in Deutsche Bank streicht bis zu 500 Stellen

Der Hauptsitz der Deutschen Bank ist in Frankfurt am Main.

Die Deutsche Bank streicht mindestens 250 Stellen in ihrer Investmentbanking-Sparte. Das berichtet das “Handelsblatt” mit Berufung auf Konzernkreise sowie die Nachrichtenagenturen Bloomberg und Reuters, die zuerst darüber berichteten.

Sie Stellen sollten vor allem in den USA und London gestrichen werden. Es sei möglich, dass bis zu 500 Mitarbeiter der weltweit 17.000 Angestellten betroffen sind. Die Investmentbank mache 60 Prozent der Gewinne des Konzerns aus und sei verantwortlich für den Wertpapierhandel sowie die Beratung bei Börsengängen und Übernahmen.

Diskussion um Bonuszahlungen und HNA

2017 habe die Sparte unter der Zurückhaltung der Anleger gelitten. Die Umsätze im Handel mit festverzinslichen Wertpapieren und Aktien seien um knapp 30 Prozent und über 25 Prozent gesunken. Die Deutsche Bank habe im vergangenen Jahr einen Verlust von einer halben Milliarde verzeichnet.

Trotz der Verluste kündigte sie an, an ihre Investmentbanker Boni in Höhe von einer Milliarde Euro auszuzahlen, um die wichtigsten Mitarbeiter zu halten. Ende Januar wurde zudem bekannt, dass die Deutsche Bank in den USA eine Millionenstrafe zahlen musste, weil sie Edelmetallpreise durch Spoofing manipuliert habe.

Erst vergangene Woche wurde außerdem öffentlich, dass der Hauptaktionär der Bank, der chinesische Mischkonzern HNA seine Anteile auf unter neun Prozent reduziert hat und gleichzeitig beteuerte, Hauptanteilseigner zu bleiben. (kl)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Klaus Hermann: “Keine Angst vor Veränderung”

Digitalisierung bedeutet Veränderung. Produkte, Prozesse und Strukturen wandeln sich stetig. Ein Grund für Besorgnis ist dies jedoch nicht wie Versicherungsentertainer Klaus Hermann meint. Er nahm sich des Themas mit einem Augenzwinkern an und begeisterte mit seiner Performance die Teilnehmer des 2. Digital Day. Sein Auftritt als Film

mehr ...

Immobilien

Nachhaltige Finanzen: EU-Taxonomie schießt über das Ziel hinaus

Medienberichten zufolge haben sich Vertreter des Europäischen Parlaments und des unter der finnischen Ratspräsidentschaft stehenden Rates der Europäischen Union auf eine Taxonomie-Verordnung geeinigt, wonach allgemein verbindlich festgelegt wird, welche Investments in der EU als nachhaltig gelten. Der Kompromiss umfasst einige bisher äußerst kontrovers diskutierte Punkte.

mehr ...

Investmentfonds

Anteil fauler Kredite steigt in Deutschland

Als notleidende beziehungsweise faule Kredite werden Darlehen bezeichnet, deren Rückzahlung mehr als 90 Tage in Verzug sind. In Europa summieren sich entsprechende Kredite aktuell auf ein Volumen von 562 Milliarden Euro. In Deutschland ist der Anteil zuletzt gestiegen.

mehr ...

Berater

Start-ups: So klappts mit der Steuervorauszahlung

Welches sind die häufigsten Stolpersteine in der steuerlichen Betrachtungsweise von Startups und wie sich das Business auf solide, finanzielle Beine stellen können, ohne später böse Überraschungen zu erleben.

mehr ...

Sachwertanlagen

Primus Valor schließt Fonds 9 mit 100 Millionen Euro Anlegergeld

Der Asset Manager Primus Valor hat den Publikums-AIF ImmoChance Deutschland 9 Renovation (ICD 9 R+) nach mehreren Erhöhungen des Zielvolumens mit dem maximal möglichen Eigenkapital geschlossen. Der Schluss-Spurt verlief rasant.

mehr ...

Recht

Das bringt 2020 für die Steuerzahler

Pünktlich zum Jahreswechsel verändern sich einige Regelungen im Bereich Steuern. So können Arbeitnehmer etwa eine höhere Verpflegungspauschale geltend machen, Steuerzahler mit Kindern stehen höhere Freibeträge zu und der Fiskus begünstigt die Altersvorsorge. Die wichtigsten Änderungen im kommenden Jahr für Steuerzahler.

mehr ...