Anzeige
30. Januar 2018, 11:37
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Marktmanipulation: Millionenstrafe für Deutsche Bank, UBS und HSBC

Die Deutsche Bank und die Geldhäuser UBS und HSBC sollen Edelmetallmärkte manipuliert haben. Dafür mussten sie zivilrechtliche Geldbußen in zweistelliger Millionenhöhe zahlen. Die Deutsche Bank hat nach eigenen Angaben die interne Kontrolle und Aufsicht verstärkt.

 

Deutsche-Bank-Zentrale-Frankfurt in Marktmanipulation: Millionenstrafe für Deutsche Bank, UBS und HSBC

Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt; das Institut bleibt mit negativen Berichten in den Medien präsent.

Noch während die Diskussion um Bonuszahlungen trotz Verlusten aktuell ist, ist die Deutsche Bank erneut in den Negativschlagzeilen. Die Bank muss in den USA eine Millionenstrafe wegen angeblicher Manipulation von Edelmetallpreisen zahlen.

Im Rahmen eines Vergleichs zahle das Geldhaus eine zivilrechtliche Geldbuße in Höhe von 30 Millionen Dollar (24 Mio Euro), teilte die für die Rohstoffbörsen zuständige Aufsichtsbehörde Commodity Futures Trading Commission (CFTC) am Montag mit.

Auch UBS und HSBC betroffen

Ein Sprecher der Deutschen Bank sagte auf Nachfrage, die interne Kontrolle und Aufsicht sei bereits verstärkt worden, damit sich solche Regelverstöße nicht wiederholten.

Nicht nur gegen die Deutsche Bank griff die Behörde durch: Im gleichen Verfahren wurden gegen die schweizerische UBS und die britische HSBC Strafen von 15 Millionen beziehungsweise 1,6 Millionen Dollar verhängt.

Spoofing

Es handelte sich um eine gemeinsame Aktion der CFTC sowie des US-Justizministeriums und der Bundespolizei FBI. Dabei wurden auch auch Strafanzeigen gegen sechs Börsenhändler gestellt, die für die Banken tätig gewesen sein sollen. Ihnen wird vorgeworfen, mit illegalen Methoden (“Spoofing”) Rohstoffkurse manipuliert zu haben. Als Spoofing werden Phantomkaufaufträge oder -verkaufsaufträge bezeichnet, die den Preis eines Assets manipulieren sollen.

Hält beispielsweise eine Bank eine Aktie, kann sie deren Preis treiben, indem sie eine große anonyme Kauforder platziert, die nie ausgeführt werden soll. Das signalisiert anderen Tradern eine höhere Nachfrage und einen liquideren Markt, was wiederum zu echten Käufen und damit steigenden Preisen führt. Zu diesem höheren Preis kann die Bank den Titel verkaufen und Gewinne realisieren.(dpa-AFX/kl)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Ab dem 18. Dezember im Handel.

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Versicherungen

Wintereinbruch: Diese Pflichten haben Eigentümer und Mieter

Der Winter ganz Deutschland im Griff: Selbst in schneearmen Regionen und Städten wie Köln bleibt die weiße Pracht auf Straßen und Gehsteigen liegen. Die Winterlandschaft bringt Verpflichtungen für Hauseigentümer oder Mieter mit sich – zum Beispiel die gesetzliche Pflicht zum Schneeräumen. Auch versicherungstechnisch ist das Räumen und Streuen des Gehwegs relevant.

mehr ...

Immobilien

Zwölf Städte vereinen 30 Prozent des Gewerbeimmobilienumsatzes

London ist 2018 der Top-Performer für globale gewerbliche Immobilien-Investitionen. Investoren bevorzugen weiterhin Städte, mit denen sie vertraut sind und die über gut etablierte Investment-Märkte und hohe Transparenz verfügen. Dazu gehören mit Frankfurt, Berlin, Hamburg und München vier deutsche Städte.

mehr ...

Investmentfonds

Tim Bröning: Worte statt Taten

Viele Menschen starten mit guten Vorsätzen ins neue Jahr. Sie möchten häufiger ins Fitnessstudio gehen, weniger Süßigkeiten essen und sich generell einen gesünderen Lebenswandel zulegen.

Die Bröning-Kolumne

mehr ...

Berater

Hat die Finanzbranche #MeToo verschlafen?

Auf Branchenmessen begegnet man auch in Zeiten der “Me-too”-Debatte noch immer vielen Hostessen. “Nett aussehen, während die Männer Geschäfte machen: Der Beruf der Hostess ist so aus der Zeit gefallen wie kaum ein anderer”, schrieb kürzlich die “Süddeutsche Zeitung”. Hat die Branche eine wichtige gesellschaftliche Entwicklung verschlafen?

mehr ...

Sachwertanlagen

RWB steigert das Platzierungsvolumen kräftig

Die auf Private-Equity-Konzepte für Privatanleger spezialisierte RWB Group hat im vergangenen Jahr insgesamt mehr als 76 Millionen Euro platziert und damit ein Umsatzplus von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr erreicht (2017: etwa 59 Millionen Euro).

mehr ...

Recht

Kartellwächter: Mastercard muss Millionenstrafe zahlen

Der Kreditkartenanbieter Mastercard muss wegen Verstößen gegen EU-Kartellvorschriften 570 Millionen Euro bezahlen. Das teilte die EU-Kommission am Dienstag in Brüssel mit. Auf den US-Konzern könnten zudem Schadenersatzklagen zukommen.

mehr ...