Anzeige
6. Juni 2018, 12:07
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

ETFs: Darauf müssen Anleger bei der Auswahl achten

ETFs werden auch bei Privatanlegern immer beliebter. Sie sind transparent und günstig. Doch bergen einige ETFs ein Risiko. Anleger sollten beim Kauf besonders auf ein Merkmal achten. Das rät die Aktion “Finanzwissen für alle” des BVI.

ETF-weltweit-global-shutterstock 557751157 in ETFs: Darauf müssen Anleger bei der Auswahl achten

Einige ETFs haben eine Schwachstelle, die zu Klumpenrisiken im Portfolio führen kann.

Exchange Traded Funds (ETFs) sind in den letzten Jahren deutlich beliebter geworden, doch nicht alle Indexfonds sind eine gute Wahl. Darauf weist die Aktion “Finanzwissen für alle” der im BVI organisierten Fondsgesellschaften hin.

Mit ETFs können Anleger in Aktien, Anleihen oder Rohstoffe investieren. Die Fonds bilden in der Regel die Wertentwicklung eines Marktindex eins zu eins ab. Doch einige ETFs haben eine Schwachstelle.

Nicht gut diversifiziert

Einige Indizes würden nur relativ wenige Werte abbilden. Ein weiteres Manko könne das Übergewicht einzelner Titel oder Branchen im Index sein. ETFs dürfen bis zu 20 Prozent ihres Fondsvermögens in einen einzelnen Titel investieren. In Ausnahmefällen könnten einzelne Werte sogar einen Indexanteil von bis zu 35 Prozent haben.

Das Kapital sei dadurch nicht ausreichend über die verschiedenen Indexkomponenten gestreut, was das Risiko in unsicheren Marktsituationen erhöhe. Das unterscheide ETFs von aktiv gemanagten Fonds, bei denen ein Wertpapier maximal zehn Prozent des Portfolios ausmachen dürfe.

Was Anleger wissen sollten

Sparer mit einem langfristigen Anlagehorizont sind gut beraten, bei dem Kauf eines ETFs dieselben Kriterien anzulegen wie bei aktiv verwalteten Fonds, rät der BVI. Die abgebildeten Indizes sollten eine breite Verteilung ihrer Indexkomponenten besitzen.

So enthalte beispielsweise ein ETF auf den Weltindex MSCI World, mehr als 1.600 Unternehmen aus 23 unterschiedlichen Industrieländern. Für den Index werden die jeweils größten Unternehmen – gemessen am Börsenwert – aus den einzelnen Ländern ausgewählt.

Die breite Streuung habe den Vorteil, dass Schwankungen besser ausgeglichen werden könnten. Das Verlustrisiko konzentriere sich nicht nur auf einen Markt, sondern werde auf viele Werte verteilt. Da US-Aktien von Unternehmen wie Apple, Microsoft oder Facebook aufgrund ihrer Marktkapitalisierung jedoch mehr als die Hälfte des Index ausmachen, sei der Index stark von der Entwicklung der US-Börse abhängig. Das sollten Anleger beachten.

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 10/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Multi-Asset – Kfz-Policen – Immobilieninvestments – Ruhestandsplanung

Ab dem 13. September im Handel.

Special Investmentfonds

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Nachhaltig anlegen: Mehr Rendite mit gutem Gewissen
Gewinne im Fokus: Die besten Dividenden-Fonds

Versicherungen

GDV veröffentlicht neue Typklassen für elf Millionen Autofahrer

Wie hoch der Beitrag einer Kfz-Versicherung ist, hängt auch davon ab, welches Modell gefahren wird. Um Kfz-Versicherern die Beitragskalkulation zu erleichtern, wertet der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV)  jährlich die Schadenbilanzen aller in Deutschland zugelassenen Automodelle aus. Nun hat er die neue Typklassenstatistik veröffentlicht. (Mit Link zu den neuen Typklassen)

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Wie hoch ist das durchschnittliche Baudarlehen?

Deutsche Kreditnehmer nehmen immer mehr Geld auf um sich den Wunsch nach den eigenen vier Wänden zu erfüllen. Michael Neumann, Vorstand der Dr. Klein Privatkunden AG, berichtet über weitere aktuelle Entwicklungen bei Baufinanzierungen.

mehr ...

Investmentfonds

Warum der US-Handelskrieg eine Chance für die EU ist

Amerikas saure, nicht süße Handelspolitik zwingt China, Alternativen zu suchen. So belebt Peking die eurasische Seidenstraße wieder und holt Russland mit ins Boot. Beide Länder verbindet sicher keine Liebesbeziehung, aber für eine Vernunftehe gegen den gemeinsamen Feind USA reicht es allemal. Könnte man auch noch Europa anbinden, würde sich der bislang zeitintensive Seeweg chinesischer Exporte in die westliche Welt erheblich verkürzen. Die Halver-Kolumne

mehr ...

Berater

“Ein Provisionsdeckel wäre verfassungswidrig”

Das 14. “Bonner Spitzentreffen”, das rund 40.000 Versicherungsvertreter in Deutschland repräsentiert, hat sich einstimmig gegen eine Deckelung von Provisionen im Zuge der Evaluierung des Lebensversicherungsreformgesetzes (LVRG) ausgesprochen.

mehr ...

Sachwertanlagen

BaFin: Untersagungs-Flut geht weiter

Der Strom an neuen Verfügungen der Finanzaufsicht BaFin wegen unerlaubter Geschäfte reißt nicht ab. Allein gestern und heute traf es drei weitere Unternehmen. Zudem warnt die Behörde vor einem dreisten Etikettenschwindel.

mehr ...

Recht

Welche finanziellen Vorteile die Eheschließung bringt

Heiraten – ja oder nein? Keine einfache Entscheidung, doch auch neben der Liebe gibt es gute Gründe dafür. Die Experten der DVAG erklären, wie sich Eheleute bei Steuern und Versicherungen besserstellen können und geben Tipps, was sie beachten sollten.

mehr ...