Anzeige
6. Februar 2018, 16:55
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Flash-Crash: Positive Fundamentaldaten sollten sich langfristig durchsetzen

Nach dem heftigen Absturz an den US-Börsen zum Wochenauftakt haben sich die Anleger am Dienstag unentschlossen gezeigt. Nach einem schwachen Start erholten sich die wichtigsten US-Indizes zwar rasch. Eine klare Richtung schlugen sie letztlich aber nicht ein. Der Handel verlief immer noch extrem schwankungsreich. Die Nervosität blieb weiterhin hoch.

Shutterstock 319231721 in Flash-Crash: Positive Fundamentaldaten sollten sich langfristig durchsetzen

Nervöse Anleger betätigten am Dienstag häufiger den Verkaufsknopf an den Aktienmärkten.

Der Dow Jones Industrial, der zum Start noch unter die 24 000 Punkte-Marke gefallen war, gab zuletzt um moderate 0,38 Prozent auf 24 255,29 Punkte nach. Am Montag war er im späten Handel zeitweise um fast 1600 Punkte oder 6 Prozent abgesackt. Auslöser für die Panik waren laut Marktbeobachtern Sorgen wegen schneller als erwartet steigender Zinsen gewesen. Diese hatten schon am Freitag auf die Kurse gedrückt, nachdem zum monatlichen US-Arbeitsmarktbericht über einen überraschend starken Anstieg der Löhne und Gehälter informiert wurde. Der breit gefasste S&P 500 sank am Dienstag zuletzt um 0,64 Prozent auf 2632,10 Punkte. Der technologielastige Nasdaq 100 verlor 0,72 Prozent auf 6448,83 Punkte.

Bereits wieder Kaufkurse?

JPMorgan-Stratege Dubravko Lakos-Bujas sprach nach dem “Flash Crash” am Vortag bereits wieder von Kaufkursen. Langfristig dürften sich seines Erachtens die positiven Fundamentaldaten durchsetzen. Dabei verwies er auf die prozentual zweistelligen Gewinnzuwächse von US-Firmen, die diese dank der US-Steuerreform, des weltweiten Wirtschaftswachstums und des schwachen US-Dollar erwirtschafteten. Zudem dürften auch durch Aktienrückkäufe den Aktionären 2018 allein 700 bis 800 Milliarden Dollar zufließen.

Schnäppchenjäger am Start

Die Experten der NordLB sahen Schnäppchenjäger, die sich gelegentlich bereits wieder aus der Deckung wagten. “Für dieses Szenario spricht beispielsweise das Faktum, dass die Dividendenrendite des S&P 500 mittlerweile auf Basis der Konsensschätzung für 2018 bei immerhin zwei Prozent liegt”, hieß es. Damit liege sie auf ähnlicher Höhe wie die Rendite zweijähriger US-Staatsanleihen. Dennoch wird es zunehmend zur Tatsache, dass der Renditeauftrieb der als sicher geltenden zehnjährigen US-Staatsanleihen den Aktien ihre inzwischen jahrelange einzigartige Spitzenreiterposition zunehmend erschweren. Ein Anstieg über 2,8 Prozent wie am Vortag macht solche festverzinslichen Wertpapiere für Investoren im Vergleich zu Aktien zunehmend attraktiver.

Kaum Beachtung von Einzelwerten

Nach der Paniksituation am Vortag achteten zwar nur wenige Anleger auf einzelne Werte, die Aktien von Autobauer General Motors (GM) jedoch waren eine der Ausnahmen. Zwar hatte GM im Schlussquartal 2017 wegen negativer Auswirkungen der US-Steuerreform einen Milliardenverlust verzeichnet. Bereinigt fiel das Ergebnis (EPS) aber deutlich besser aus als erwartet. Die Papiere legten daraufhin um rund 4 Prozent zu und machten damit ihre Vortagsverluste mehr als wett. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Ab dem 18. Dezember im Handel.

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Versicherungen

“Silver Surfer” erobern das WorldWideWeb

Die Digitalisierung ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Das ist eines der Ergebnisse der Studie “D21-Digital-Index 2018 / 2019”, die die Initiative D21 heute gemeinsam mit Wirtschaftsminister Peter Altmaier im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie präsentiert.

mehr ...

Immobilien

Dr. Klein: Boom im Osten, Rekorde im Norden

Ob nun Hamburg, Hannover, Berlin oder Dresden – im Norden und Osten der Bundesrepublik steigen die Immobilienpreise in allen Metropolregionen an. Trotzdem gibt es deutliche Preisunterschiede.

mehr ...

Investmentfonds

Kryptowährungen: Schwankende Coins an Gold binden

Seit jeher suchen Menschen Stabilität. Bei Währungen, der Basis unseres Wirtschafts- und sozialen Lebens ist dies nicht anders. Das hart verdiente und ersparte Geld soll nicht durch Inflation oder andere Unwägbarkeiten entwertet werden.

Gastbeitrag von Harald Seiz, Karatbars International GmbH

mehr ...

Berater

Kartellwächter: Mastercard muss Millionenstrafe zahlen

Der Kreditkartenanbieter Mastercard muss wegen Verstößen gegen EU-Kartellvorschriften 570 Millionen Euro bezahlen. Das teilte die EU-Kommission am Dienstag in Brüssel mit. Auf den US-Konzern könnten zudem Schadenersatzklagen zukommen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Ernst Russ AG verliert beide Vorstände auf einen Schlag

Sowohl der Vorstandssprecher Jens Mahnke als auch Vorstandsmitglied Ingo Kuhlmann werden im Juni beziehungsweise Ende März aus der Ernst Russ AG (ehemals HCI Capital) ausscheiden. Ein bisheriges Aufsichtratsmitglied springt ein.

mehr ...

Recht

Pflegeunterhalt: Wenn Kinder für ihre Eltern haften

Die Deutschen werden immer älter. Damit wächst auch die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in Alten- und Pflegeheimen. Die Kosten hierfür sind hoch. Vielfach benötigen Eltern in diesem Fall die finanzielle Hilfe ihrer Kinder. Für diesen Fall gibt es genaue Regeln, wie eine Übersicht des Arag-Rechtsschutzes zeigt.

 

mehr ...