5. September 2018, 08:13
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Dunkle Wolke Handelskrieg” über den Märkten

US-Präsident Donald Trump verbreitet mit seiner unsteten, stets drohenden Handelspolitik Unruhe an den Finanzmärkten. Beobachter hoffen, dass der Spuk nach Midterm-Elections aufhört, doch Trump bleibt unberechenbar. Gastbeitrag von Olivier de Berranger, La Financière de L’Echiquier

Olivier-de-Berranger-Kopie in Dunkle Wolke Handelskrieg über den Märkten

Olivier de Berranger: “Statt eines aufklarenden Horizonts bildeten sich also erneut die Wolken des Handelskrieges und verdunkelten den Himmel über den Märkten.”

Es war eine weitere Woche im Zeichen des Handelskrieges. Im Zentrum standen der neuerliche Rückgang bei Aktien und die Unruhe aufgrund eines möglichen Anwachsens der Spannungen.

Dabei hatte alles so gut angefangen. Das am vergangenen Montag geschlossene Handelsabkommen zwischen den USA und Mexiko schien einem neuen nordamerikanischen Freihandelsabkommen (NAFTA) den Weg zu ebnen, obwohl die Aufkündigung des trilateralen Abkommens mit den direkten Nachbarn eines der Lieblingsthemen von Präsident Trump war.

Doch keine Entspannung

Diese Annahme wurde durch die zuversichtlichen Äußerungen der Vertreter der USA und Kanadas über die Aufnahme Kanadas in diesen neu verpackten Vertrag von 1994 bestärkt.

Zudem verschob die US-Administration die Entscheidung über die Zölle für insbesondere europäische Importfahrzeuge und das chinesisch-amerikanische Treffen in Washington rief seitens des US-Präsidenten keine negativen Kommentare hervor – es war also alles gegeben, um die Märkte an eine mögliche Entspannung der Handelsstreitigkeiten glauben zu lassen.

Doch die Rechnung wurde ohne Donald Trump gemacht. Am vergangenen Donnerstag verstärkte er in einem Interview auf Bloomberg TV seine Kampfansagen. Er wiederholte seine Drohungen, aus der Welthandelsorganisation (WTO) auszutreten, falls diese Institution, deren Gründungsdokument er als “das schlechteste jemals geschlossene Handelsabkommen” betrachtet, die USA nicht besser behandele.

Trump: “EU ist fast so schlimm wie China”

Überdies bezeichnete er die Europäische Union als “fast so schlimm wie China, nur kleiner” und gab damit Anlass zu der Vermutung, dass der alte Kontinent sein nächstes Ziel sein könnte. Dabei waren anlässlich seines Treffens mit dem Präsidenten der Europäischen Kommission Jean-Claude Juncker Ende Juli noch eine engere Zusammenarbeit und neue Abkommen beschlossen worden.

Seite zwei: Was die Märkte belastet

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Deutsche Betriebsrente kommt: Ver.di wird Sozialpartner

„Die Deutsche Betriebsrente“ – eine Kooperation für das Sozialpartnermodell von Talanx und Zurich Gruppe Deutschland – freut sich auf ihren ersten Kunden: Die Talanx AG, Hannover, und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, Berlin, haben sich im Rahmen ihrer Verhandlungen darauf verständigt, das erste Sozialpartnermodell in Deutschland zu etablieren.

mehr ...

Immobilien

Trotz Kurssturz: Corestate operativ auf Kurs

Die Corestate Capital Holding S.A., unter anderem Muttergesellschaft des Fondsanbieters Hannover Leasing, betont vor dem Hintergrund der gestrigen Kursentwicklung “den durchweg positiven operativen Geschäftsverlauf in 2019 und die attraktiven Wachstumsaussichten über alle Geschäftsfelder und Produkte hinweg”.

mehr ...

Investmentfonds

Anleger reiten die K-Pop-Welle

K-Pop ist nicht nur ein Phänomen der Musikszene, sondern hat sich längst zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Koreanische Popstars beeinflussen inzwischen die Konsumgewohnheiten von jungen Zielgruppen weltweit, egal ob Mode, Kosmetik oder Luxusgüter. Anleger sollten das nutzen

mehr ...
16.10.2019

Berater der Zukunft

Berater

P&R: Weitere Anlegerklage gegen den Vertrieb abgewiesen

Ein Vertrieb, der Container der inzwischen insolventen P&R-Gruppe an eine Anlegerin verkauft hatte, hat seine Pflicht zur Plausibilitätsprüfung nicht verletzt. Das geht aus einem weiteren klageabweisenden Urteil hervor, das die Kanzlei Dr. Roller & Partner aus München erstritten hat.

mehr ...

Sachwertanlagen

Holger Fuchs verlässt Deutsche Finance

Nach mehr als 13 Jahren Tätigkeit für die Deutsche Finance Group – unter anderem als Vorstand Marketing und zuletzt Geschäftsführer der Deutsche Finance Networks – geht Holger Fuchs andere Wege.

mehr ...

Recht

BTC-Echo: BaFin löscht ihre eigene Warnung

Die Finanzaufsicht BaFin hat die Meldung zu dem “begründeten Verdacht”, die BTC-Echo GmbH biete ein Wertpapier in Form eines “Security Token” ohne einen (erforderlichen) Prospekt öffentlich an, wieder von ihrer Website genommen.

mehr ...