Anzeige
26. Juli 2018, 11:44
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Neue Hoffnung nach Gipfeltreffen zwischen Juncker und Trump

Der Ausgang des gestrigen Treffens zwischen EU-Kommissionspräsident Jean Claude Juncker und US-Präsident Trump lässt hoffen, dass die USA und Europa nun Handelsbarrieren abbauen, statt neue zu errichten. Dieser Meinung ist Gabriel Felbermayr, Leiter des Ifo Zentrums für Außenwirtschaft.

Ifo-Felbermayr Gabriel 05 D in Neue Hoffnung nach Gipfeltreffen zwischen Juncker und Trump

Gabriel Felbermayr: “Der Ausgang des Gipfels weckt Hoffnungen, dass die beiden größten Volkswirtschaften der Welt in konstruktive Verhandlungen zum Abbau von Handelsbarrieren einsteigen.”

“Der Ausgang des Gipfels weckt Hoffnungen, dass die beiden größten Volkswirtschaften der Welt in konstruktive Verhandlungen zum Abbau von Handelsbarrieren einsteigen, anstatt sich gegenseitig mit Zöllen und Gegenzöllen zu bedrohen”, sagt Gabriel Felbermayr, Leiter des Ifo Zentrums für Außenwirtschaft, zum Ausgang des Treffens zwischen EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und US-Präsident Donald Trump. Da die bedrohlichen Autozölle zunächst abgewendet scheinen, schwächen sich die Konjunktursorgen etwas ab.

Das Ziel müsse ein Abkommen ähnlich zu dem mit Japan sein: eine ambitionierte Absenkung aller Zölle, verbesserter Marktzutritt bei Dienstleistungen und öffentlichen Aufträgen und regulatorische Zusammenarbeit.

Abkommen würde Wirtschaftsleistung erhöhen

Studien zu TTIP finden im Durchschnitt, dass ein Abkommen die Wirtschaftsleistung der EU und der USA langfristig um zwei Prozent erhöhen könnte. Dazu braucht es keine Investor-Staats-Schiedsgerichte. Aber die Einbeziehung der Agrar- und Lebensmittelbranche wäre essentiell.

“Verhandlungen für ein solches Handelsabkommen bergen Themen mit erheblichem Konfliktpotenzial”, sagt Felbermayr. Im EU-US-Handelskonflikt könne noch keine Entwarnung gegeben werden. Allerdings würden die Gipfelergebnisse Zeit kaufen, die nun auch von beiden Seiten sinnvoll genutzt werden müsse.

Das hohe Handelsdefizit der USA mit der EU bei Gütern dürfte durch ein solches Abkommen kaum fallen. “Damit bleibt ein zentrales politisches Problem für den US-Präsidenten ungelöst”, sagt Felbermayr.

Ungelöste Fragen

Kurzfristig gebe es noch zahlreiche Unklarheiten: Der US-Präsident wünscht sich höhere Soja- und Gasimporte der EU; diese könnten aber nicht bürokratisch verordnet werden, sondern seien das Ergebnis von Marktprozessen.

Über die weitere Vorgangsweise im Automobilsektor seien keine Details bekannt, ebensowenig hinsichtlich der Frage, welche Schritte zur Stärkung der Welthandelsorganisation und zur Eindämmung angeblich unfairer chinesischer Handelspraktiken unternommen werden sollen.

Selbst wenn ein im Vergleich zu TTIP weniger ambitioniertes Abkommen angestrebt wird, dürfte der Abschluss der Verhandlungen mehrere Monate dauern und die politische Ratifikation berge Risiken.

Foto: Ifo Institut

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Werkstattbindung: Für DEVK kein Problem

Mehr als 2,6 Millionen Verkehrsunfälle hat die Polizei 2017 auf deutschen Straßen gezählt. Im Schadenfall wenden sich Autofahrer an die Versicherer. Wer den Unfall verursacht hat, kann sich für die Reparatur des eigenen Fahrzeugs eine Partnerwerkstatt empfehlen lassen – und so Zeit und Geld sparen, argumentiert der Kölner Versicherer DEVK. Und gibt Tipps, wie sich bei Werkstattbindung Ärger vermeiden lässt.

mehr ...

Immobilien

All In: Wohnen mit Energie-Flatrate

Wohnen wird immer teurer, steigende Energiekosten treiben die finanzielle Belastung für Mieter weiter in die Höhe. Wie können sich Mieter und Vermieter neue Gebäudetechniken zunutze machen?

Gastbeitrag von Dieter Wohler und Peter Krupinski, SPAR + BAU

mehr ...

Investmentfonds

Erster Hanf-Fonds

Wer in Hanf und seine Wirkstoffe, zum Beispiel CBD, investieren will, musste bisher die Aktien einzelner Unternehmen kaufen. Schon Anfang Dezember können Anleger, die keine einzelnen Aktien in ihren Portfolios halten wollen, in einen Hanf-Fonds investieren.

mehr ...

Berater

Ringen um Provisionsbegrenzung bei Lebensversicherungen

Verbraucherschützer fordern eine baldige Deckelung der Provisionen bei Lebensversicherungen. “Der Vorschlag des Bundesfinanzministeriums, Provisionen der Vermittler zu begrenzen, muss endlich umgesetzt werden”, sagte Versicherungsexperte Lars Gatschke vom Bundesverband der Verbraucherzentralen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Nur Augenhöhe wird erneut nicht reichen

Der Verband ZIA hat die Vorgaben des früheren BSI für Performanceberichte der Fondsanbieter als Verbandsstandard aufgehoben. Er wiederholt damit womöglich einen Fehler, den die Branche schon bei den Prospekten gemacht hat. Der Löwer-Kommentar

mehr ...

Recht

Kampf ums “Bayerische”: Watschn vom Richter

Nach langwierigem Prozess über zwei Instanzen wird ein Hahnenkampf zweier Versicherungen ums “Bayerische” aller Wahrscheinlichkeit nach mit dem Offensichtlichen enden: Ein bayerisches Unternehmen darf sich auch bayerisch nennen.

mehr ...