Luxusgüter: Warum Anleger selektiv investieren müssen

Gute Fundamentaldaten sprechen dafür, dass der Luxusgütersektor weiterhin wächst. Doch auch wenn einige Unternehmen zweistellig wachsen, steht die Branche vor Veränderungen und damit verbundenen Herausforderungen. Nicht alle Marken werden profitieren.

Handtaschenabteilung des Luxuskaufhauses Harrods in London.
Handtaschenabteilung des Luxusgüterkaufhauses Harrods in London.

Viele Unternehmen aus dem Luxusgütersektor übertrafen mit ihren Erstquartalszahlen die Erwartungen, Kultmarken, insbesondere Louis Vuitton (LVMH) und Gucci (Kering), konnten ihr Umsatzwachstum weiter steigern.

Robuste Fundamentaldaten

Dies habe die Aktienkurse ihrer jeweiligen Muttergesellschaften in den letzten Monaten beflügelt, jedoch auch zu Gewinnmitnahmen geführt. Laut Scilla Huang Sun, Portfoliomanagerin der Gam Luxury Brands Strategie, haben Wechselkurseffekte von vier bis neun Prozent –abhängig von der Region– die Ergebnisse negativ beeinflusst.

„Angesichts der weiterhin robusten Fundamentaldaten sowie den gegebenen Voraussetzungen für ein langfristiges Wachstum erwarten wir, dass die Branche auch in diesem Jahr ein organisches Wachstum von mehr als fünf Prozent erzielt“, so Scilla Huang Sun.

Die Region Asien habe sich im ersten Quartal dank der robusten Nachfrage aus China erneut am besten entwickelt.  Ebenso seien die Besucherzahlen von Hongkong und Macao gestiegen – zwei der wichtigsten Luxus-Shopping-Destinationen für Festland-Chinesen. Unterstützend wirke, dass China seine Wirtschaft bislang besser gemanagt habe als von vielen noch vor einigen Jahren vorhergesagt.

Stabile Nachfrage aus China

„Die Wirtschaft der Volksrepublik kommt langsam wieder ins Gleichgewicht, und der Binnenkonsum wird zunehmend zum Wirtschaftswachstum beitragen“, sagt Huang Sun. „In dieser Region bleibt die Vorliebe für westliche Marken sehr groß, vor allem unter den Millennials. Wir schätzen, dass die Chinesen zurzeit rund ein Drittel der globalen Nachfrage nach Luxusgütern stellen.“

Seite zwei: Konsumenten verändern sich

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