9. Februar 2018, 07:51
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Sechs Gründe für den Renditeanstieg bei Staatsanleihen

Staatsanleihen waren in den letzten Jahren wenig beliebt, dafür gab es mindestens drei Gründe: das Niedrigzinsumfeld, die geringe Volatilität an den Aktienmärkten und niedrige bis negative Renditen. Warum sich das Bild jetzt ändert: Gastbeitrag von Mark Holman, Twentyfour Asset Management

Mark-Holman-Kopie in Sechs Gründe für den Renditeanstieg bei Staatsanleihen

Mark Holman: “Die Bund-Renditen zeigen, dass Draghis schwer fassbares Inflationsziel nahezu unantastbar ist.”

Unser Basisszenario für die Zinsmärkte geht von einer allmählichen Verschiebung nach oben aus. Aber es gibt sechs Argumente dafür, dass unsere Prognose zu konservativ ist und die Zinsen stärker als angenommen steigen könnten:

Erstens: Die US-Notenbank Felderal Reserve (Fed) interpretiert ihr Inflationsmandat neu. Mittlerweile wird das Gerede hochrangiger Fed-Beamter zu laut, um es zu ignorieren.

Der Übergang zu einer angestrebten Inflationsspanne von 1,5 Prozent bis 2,5 Prozent oder ein durchschnittliches Ziel von zwei Prozent über einen Zeitraum von fünf Jahren würde am Markt so interpretiert, dass die Fed zum gegenwärtigen Zeitpunkt inflationstoleranter ist. Das wird unserer Ansicht nach zu einem Anstieg der Zinsstrukturkurve und zu höheren, längerfristigen Renditen führen.

Gestiegenes Angebot an Treasuries

Zweitens: Das Angebot an Treasuries steigt im Jahr 2018 signifikant an. Die Prognosen für 2018 sind unterschiedlich, aber selbst die konservativsten gehen von einem Angebot aus, das mehr als doppelt so hoch ist wie das von 2017, dabei ist noch nicht berücksichtigt, dass die Fed in diesem Jahr ihre Bilanz ausweitet. Die heutige 30-Jahre-Auktion mit einem Umfang von 15 Milliarden US-Dollar ist ein interessanter Test für den Markt.

Drittens: Lediglich das vordere Ende der Treasury-Kurve stimmt mit den Konjunkturprognosen und den Punktdiagrammen der Fed überein. Der Zwei- bis Fünfjahresteil der Kurve muss steiler werden.

Seite zwei: Lohninflation in Deutschland

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

MLP: Gesamterlöse steigen deutlich

Trotz der erwarteten negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf einzelne Geschäftsfelder konnte die MLP Gruppe ihren Wachstumstrend der vergangenen Quartale fortsetzen und hat die Gesamterlöse im ersten Halbjahr 2020 um 9 Prozent auf den Höchstwert von 359,0 Mio. Euro gesteigert.

mehr ...

Immobilien

ZIA begrüßt e-Wertpapiere, will aber mehr

Der Zentrale Immobilien Ausschuss ZIA, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, bewertet den kürzlich vorgelegten Gesetzentwurf zur Ein­füh­rung von elek­tro­ni­schen Wert­pa­pie­ren als einen “Meilenstein auf dem Weg hin zum digitalen Kapitalmarkt”. Doch der Verband hofft auf einen weiteren Schritt.

mehr ...

Investmentfonds

ifo Institut: Firmen erwarten normale Geschäftslage erst in 11 Monaten

Die deutschen Unternehmen erwarten erst in durchschnittlich 11,0 Monaten eine Normalisierung ihrer eigenen Geschäftslage. Das ist das Ergebnis der aktuellen ifo Konjunkturumfrage vom Juli.

mehr ...

Berater

Cash. Hitliste der Maklerpools: Die Top Drei

91 Prozent der von Cash. befragten Maklerpools konnten ihre Provisionserlöse im Jahr 2019 steigern. Die drei Spitzenreiter erzielten jeweils Provisionserlöse im dreistelligen Millionenbereich.

mehr ...

Sachwertanlagen

Fondsbörse sieht Zweitmarkt “zwischen Corona-Sorgen und Optimismus”

Die Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG verzeichnete im Juli-Handel im Vergleich zu den Vorjahren eine leicht unterdurchschnittliche Handelstätigkeit bei etwas ermäßigten Kursen. Jedoch zeichne sich im Vergleich zu den Corona-geprägten Vormonaten eine leichte Erholung ab.

mehr ...

Recht

Insolvenzen: Das dicke Ende kommt mit Sicherheit

Die durch die Corona-Pandemie verursachten Wachstumseinbrüche im 2.Quartal waren ohne Zweifel dramatisch. Allerdings zeigt sich in den Konjunkturdaten sowie in den nunmehr akribisch verfolgten täglichen und wöchentlichen Echtzeitindikatoren, dass die meisten Länder den Weg aus der Talsohle bereits im Mai wieder eingeschlagen haben. Also alles wieder gut? Ein Kommentar von Stefan Schneider vom Deutsche Bank Research Management.

mehr ...