Anzeige
Anzeige
9. April 2018, 06:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Sparen Sie schon oder horten Sie noch?

Geld vermehrt sich unter der Matratze selten – Portfolio Manager Christian Schmitt von ETHENEA Independent Investors S.A. erläutert, wieso Mischfonds eine geeignete Alternative für Sparer bieten.

Gemeinhin gelten die Deutschen als ein Volk der Sparer. Festgemacht wird das an der sogenannten Sparquote, die im internationalen Vergleich zu anderen Ländern schon immer relativ hoch war und in den vergangenen 20 Jahren recht nah bei ca. zehn Prozent des verfügbaren Einkommens pendelte. Doch wird tatsächlich so viel Geld gespart? Oder wird es einfach nur dem Konsum entzogen und sprichwörtlich unter der Matratze gehortet? Denn die Sparquote spiegelt – etwas oberflächlich – den Anteil der nicht ausgegebenen Einkommen wider. Der Möglichkeit des unmittelbaren Konsums steht die Alternative des späteren Konsums oder aber des Vorsorgesparens fürs Alter bzw. der schlichte Vermögensaufbau entgegen. In jedem Fall spielt der Zins eine wichtige Rolle. Auf der einen Seite vergütet er den heutigen Konsumverzicht, auf der anderen Seite soll der Zins aber auch die zwischenzeitliche Inflation ausgleichen und den realen Wert des Gesparten erhalten.

 

20180327 CASH -Zinsparadoxon Final-1024x683 in Sparen Sie schon oder horten Sie noch?

 

Horten, Sparen, Anlegen

Je langfristiger das Sparziel für das nicht unmittelbar konsumierte Einkommen ist, desto eher wird der Sparer mit seinem Geld den Weg an die Kapitalmärkte suchen und sich renditestärkeren Anlageklassen zuwenden. Sollte man zumindest denken. Doch repräsentative Umfragen und Statistiken belegen in beeindruckender Kontinuität Jahr für Jahr, dass eben dies nicht der Fall ist. Aus dem bekannten deutschen Sparer will einfach kein nennenswerter Anleger werden. Selbst das Nullzinsumfeld konnte daran nicht viel ändern.

Auf der Suche nach den Gründen für diese verbreitete Skepsis gegenüber längerfristigen Investments findet man wenig Gewissheit, nur Indizien: Zunächst spielen die schlechten Erfahrungen mit Aktien beim Platzen der Dotcom-Blase wahrscheinlich eine gewichtige Rolle, zudem wird ein schon immer tendenziell risikoscheuer und konservativer Umgang mit Geld häufig genannt, aber auch mangelndes Wissen um die Funktionsweise und Möglichkeiten der Kapitalmärkte trägt einen Teil zur Erklärung bei. Dies alles wäre nicht weiter schlimm, würden die monetären Unterschiede zwischen Horten, Sparen und Anlegen die deutschen Sparer nicht jährlich über hundert Milliarden Euro an entgangenem Vermögenszuwachs bedeuten.

 

Ist das nicht viel zu riskant?

Wie bei so vielem im Leben gilt auch beim Zugang zu den Kapitalmärkten: Die Dosis macht das Gift. Es geht nicht darum, mit einem gehebelten Einsatz in marktengen Penny-Stocks Haus und Hof zu verspielen. Manch einer mag dieses Bild beim Gedanken an den Aktienmarkt vor Augen haben, doch mit der Realität hat dies reichlich wenig zu tun. Eher gilt: Wer in Aktien investiert, partizipiert an der Entwicklung von intelligentem Produktivkapital. Die Vorstellung, bereits mit kleinsten Sparbeträgen Miteigentümer an den erfolgreichsten und angesehensten Unternehmen der Welt werden zu können, erfreut vielmehr die viel zu kleine Schar alteingesessener Aktionäre in Deutschland.

Ähnlich lässt sich für Investitionen in Anleihen argumentieren. Sie müssen nicht gleich Argentinien für die 100 nächsten Jahre ihr Geld anvertrauen. Auf der Skala steigender Renditen (und Risiken) finden sich für jedes Anlegerprofil geeignete Möglichkeiten.

 

Der Einstieg ist nicht besonders schwer

Daher verwundert der Erfolg von Mischfonds bei deutschen Anlegern nicht. Insbesondere aktiv verwaltete Mischfonds stellen in der skizzierten Ausgangssituation ein geradezu idealtypisches Instrument für die ersten Erfahrungen an den Kapitalmärkten dar. Breit gestreut wird dort in die vielversprechendsten Anlageklassen investiert, gleichzeitig werden Risiken aktiv gesteuert und das Portfolio fortwährend den aktuellen Bedingungen an den zugrundeliegenden Märkten angepasst. Hierfür ist unser Team von Finanzmarktexperten verantwortlich, das sich voll und ganz auf die gewinnbringende Anlage der ihnen anvertrauten Gelder konzentrieren können. Über einen Fondssparplan ist diese umfangreiche Rundumbetreuung oftmals schon ab wenigen Euro im Monat kostengünstig zu realisieren.

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Werkstattbindung: Für DEVK kein Problem

Mehr als 2,6 Millionen Verkehrsunfälle hat die Polizei 2017 auf deutschen Straßen gezählt. Im Schadenfall wenden sich Autofahrer an die Versicherer. Wer den Unfall verursacht hat, kann sich für die Reparatur des eigenen Fahrzeugs eine Partnerwerkstatt empfehlen lassen – und so Zeit und Geld sparen, argumentiert der Kölner Versicherer DEVK. Und gibt Tipps, wie sich bei Werkstattbindung Ärger vermeiden lässt.

mehr ...

Immobilien

All In: Wohnen mit Energie-Flatrate

Wohnen wird immer teurer, steigende Energiekosten treiben die finanzielle Belastung für Mieter weiter in die Höhe. Wie können sich Mieter und Vermieter neue Gebäudetechniken zunutze machen?

Gastbeitrag von Dieter Wohler und Peter Krupinski, SPAR + BAU

mehr ...

Investmentfonds

Erster Hanf-Fonds

Wer in Hanf und seine Wirkstoffe, zum Beispiel CBD, investieren will, musste bisher die Aktien einzelner Unternehmen kaufen. Schon Anfang Dezember können Anleger, die keine einzelnen Aktien in ihren Portfolios halten wollen, in einen Hanf-Fonds investieren.

mehr ...

Berater

Ringen um Provisionsbegrenzung bei Lebensversicherungen

Verbraucherschützer fordern eine baldige Deckelung der Provisionen bei Lebensversicherungen. “Der Vorschlag des Bundesfinanzministeriums, Provisionen der Vermittler zu begrenzen, muss endlich umgesetzt werden”, sagte Versicherungsexperte Lars Gatschke vom Bundesverband der Verbraucherzentralen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Nur Augenhöhe wird erneut nicht reichen

Der Verband ZIA hat die Vorgaben des früheren BSI für Performanceberichte der Fondsanbieter als Verbandsstandard aufgehoben. Er wiederholt damit womöglich einen Fehler, den die Branche schon bei den Prospekten gemacht hat. Der Löwer-Kommentar

mehr ...

Recht

Kampf ums “Bayerische”: Watschn vom Richter

Nach langwierigem Prozess über zwei Instanzen wird ein Hahnenkampf zweier Versicherungen ums “Bayerische” aller Wahrscheinlichkeit nach mit dem Offensichtlichen enden: Ein bayerisches Unternehmen darf sich auch bayerisch nennen.

mehr ...