US-Sanktionen verunsichern Russland-Anleger

Seit Donald Trumps Wahlsieg wird über den möglichen Einfluss Russlands auf das Wahlergebnis spekuliert. Das schien das Verhältnis zwischen Russlands Präsident Putin und Trump zunächst nicht zu belasten, doch nun hat Washington Sanktionen verhängt. Wie wirken sich diese auf die Anleger aus?

Saturday, Nov. 11, 2017: U.S. President Donald Trump, right, and Russia's President Vladimir Putin, center, talk during the group photo session at the APEC Summit in Danang, Vietnam. (Jorge Silva/Pool Photo via AP, File) |
US-Präsident Donald Trump und Russlands Präsident Vladimir Putin im November 2017 auf dem APEC Gipfel in Danang Vietnam.

Aus Feind wird Freund wird Feind. Die US-Regierung unter Präsident Trump hat neue Sanktionen gegen Russland verhängt. Russische Vermögenswerte verloren in der Folge deutlich.

Die Sanktionen seien eine Reaktion darauf, dass Russland die Präsidentschaftswahl 2016 beeinflusst habe. Nun sollen nicht nur die Unternehmen sanktioniert werden, sondern auch ihre Eigentümer sowie Staatsbedienstete.

„Der starke Rückgang der russischen Vermögenswerte resultierte daraus, dass Anleger durch die Sanktionen dazu gezwungen wurden, ihre bestehenden Positionen zu verkaufen. Der Aktienmarkt sackte um acht Prozent ab, die Renditen von Staatsanleihen stiegen um 50 Basispunkte und der Rubel gab um zehn Prozent nach“, sagt Paul McNamara, Investment Director bei Gam Investments.

Verunsicherte Anleger

Die Sanktionen unterscheiden sich von denen, die 2014 nach der russischen Krim-Invasion verhängt wurden. Damals wurde es US-amerikanischen Anlegern untersagt, neue Wertpapiere zu kaufen. Nun dürfen sie keinerlei Schuldtitel oder Aktien der sanktionierten Emittenten mehr halten.

Die Anleger seien verunsichert, sie wüssten nicht, ob die Sanktionen ausgeweitet werden und somit weitere Zwangsverkäufe auslösen würden. Das steigere den Umfang der Abverkäufe.

Solider Staatshaushalt

„Aber auch die starke Positionierung in lokalen Anlagewerten macht sich hier bemerkbar: Russland ist in Portfolios mit Schwellenmarktaktien und -anleihen häufig übergewichtet worden. Dies hat für erhebliche Mittelzuflüsse gesorgt. Grund hierfür waren die sich verbessernden wirtschaftlichen Fundamentaldaten des Landes“, sagt McNamara.

Seite zwei: Unberechenbare US-Regierung

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