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1. Oktober 2018, 09:30
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USA und Kanada einigen sich bei Nafta-Verhandlungen

In der Nacht lief die Frist für ein neues Nafta-Handelsabkommen aus, erst ganz kurz davor werden sich die USA und Kanada einig. Es bleibt damit beim Dreier-Deal mit Mexiko. Aber ein neuer Name soll her – zu sehr hatte US-Präsident Trump die alte Vereinbarung gescholten.

USA und Kanada einigen sich bei Nafta-Verhandlungen

Kanadas Premierminister Justin Trudeau (rechts) und US-Präsident Donald Trump bei einem Treffen im Juni.

Nach zähen Verhandlungen haben sich die USA und Kanada auf eine Neuauflage des gemeinsamen Freihandelsabkommens Nafta mit Mexiko geeinigt. Das gaben Vertreter der US-Regierung und der kanadischen Regierung in der Nacht zu Montag (Ortszeit) bekannt.

Die Einigung kam quasi in letzter Minute zustande – vor Ablauf der gesetzten Frist für eine Verständigung, die um Mitternacht Ortszeit (6.00 Uhr deutscher Zeit) endete. Damit gibt es auch künftig ein Dreier-Abkommen mit Mexiko.

Die USA und Mexiko hatten schon Ende August eine vorläufige Einigung für ein neues Handelsabkommen erzielt und angekündigt, im Zweifel auch ohne Kanada voranzugehen und eine bilaterale Vereinbarung in Kraft zu setzen. Dazu kommt es nun nicht.

USA fühlten sich benachteiligt

Die drei Länder hatten das Nafta-Abkommen 1994 abgeschlossen. Dies regelt eine der größten Freihandelszonen der Welt. Es betrifft fast 500 Millionen Menschen und deckt ein Gebiet mit einer Wirtschaftsleistung von knapp 23 Billionen Dollar (19,79 Billionen Euro) ab.

Das Handelsvolumen der USA mit den beiden Nachbarstaaten hat sich seit 1994 auf 1,3 Billionen Dollar fast vervierfacht. US-Präsident Donald Trump hatte das Abkommen infrage gestellt und Neuverhandlungen durchgesetzt, weil er eine Benachteiligung der USA beklagte.

Aus US-Sicht gibt es mit beiden Ländern ein erhebliches Handelsdefizit. Trump hatte die Nafta-Vereinbarung als eines der schlechtesten je geschlossenen Handelsabkommen kritisiert.

Seite zwei: Streitpunkte zwischen USA und Kanada

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