Was die Märkte im Juni bewegt

Im Juni stehen viele bedeutende Termine an, die die Volatilität an den Finanzmärkten noch erhöhen könnten. Dazu gehören unter anderem der G7-Gipfel, das Treffen zwischen Donald Trump und Kim Jong-un und die Sitzungen der amerikanischen, europäischen und japanischen Notenbanken.

Robert Greil, Chefstratege von Merck Finck Privatbankiers
Robert Greil: „Die Zeiten des synchronisierten Wachstums sind vorüber.“

Es steht eine wichtige politische und notenbankdominierte Woche bevor. Dieser Meinung ist Robert Greil, Chefstratege von Merck Finck Privatbankiers. „Dabei agieren die USA aus einer Position der Stärke heraus“, sagt Greil.

Die amerikanischen Konjunkturdaten seien überzeugender als die europäischen, die USA werde wahrscheinlich um drei Prozent, die Eurozone um zwei Prozent wachsen. „Die Zeiten des synchronisierten Wachstums sind vorüber“, so Greil.

Terminplan im Juni

„Die zahlreichen wichtigen Events im Juni, insbesondere nächste Woche, dürften verstärkt Bewegung in die Finanzmärkte bringen.“ Nach dem G7-Gipfel am Wochenende in Kanada sollen sich am Dienstag in Singapur Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un treffen.

Am Mittwoch werde die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) den US-Leitzins wahrscheinlich zum zweiten Mal in diesem Jahr anheben, am Donnerstag könnte die EZB bereits den Ausstiegsplan aus ihrem Anleihenkaufprogramm veröffentlichen und am Freitag tage die Bank of Japan.

Diese Ereignisse würden gemeinsam mit dem Handelskonflikt und der Lage in Italien die Finanzmärkte schon genügend bewegen, doch auch wichtige Makrodaten würden demnächst veröffentlicht.

Wichtige Makrodaten

In Deutschland seien das vor allem die ZEW-Konjunkturerwartungen am Dienstag. In der Eurozone würden am Mittwoch die wohl schwachen Zahlen zur Industrieproduktion veröffentlicht, In Großbritannien würden der Arbeitsmarktbericht am Dienstag und die Inflationszahlen am Mittwoch veröffentlicht.

Außerhalb Europas würden in den USA noch vor der Fed-Entscheidung am Dienstag die Inflationszahlen für Mai publiziert, bevor am Donnerstag die entsprechenden Einzelhandelsumsätze sowie am Freitag die Industrieproduktion sowie das Michigan-Verbrauchervertrauen für Juni die Datenwoche abschließen würden.  In Asien würden Chinas Mai-Zahlen für die Industrie und den Einzelhandel am Donnerstag folgen.

Foto: Merck Finck

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