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29. Januar 2018, 11:42
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Wunsch nach Regulierung nach Hackerangriff auf Krypto-Börse

Die japanische Krypto-Börse Coincheck hat durch einen Hackerangriff Kryptowährungen im Wert von 320 Millionen Euro verloren. Die Opfer des Diebstahls will die Börse zwar entschädigen, dennoch werden die Rufe nach mehr Regulierung lauter.

NEM-kryptowaehrung-shutterstock 775082998 in Wunsch nach Regulierung nach Hackerangriff auf Krypto-Börse

Nem unterscheidet sich von Bitcoin in erster Linie durch seine flexible Blockchain auf der nicht nur Nem gehandelt werden können. Unternehmen können sie privatisieren und an ihre Bedürfnisse anpassen.

Der millionenschwere Hackerangriff auf Digitalgeld in Japan hat Folgen für die betroffene Handelsplattform. Die Finanzaufsicht fordert Gegenmaßnahmen. Die Diebstahlopfer sollen entschädigt werden. Die japanische Finanzaufsicht hat die Handelsplattform Coincheck in die Pflicht genommen.

Wie japanische Medien berichteten, rügte die Financial Services Agency (FSA) Coincheck, eine der größten Handelsplattformen für Kryptowährungen in Japan, über keine ausreichenden Maßnahmen zur Abwehr solcher Hackerangriffe zu verfügen. Die Plattform wurde angewiesen, entsprechende Verbesserungen vorzunehmen. Auch die Polizei plane Ermittlungen zu dem Vorfall, berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo.

Coincheck will Opfer mit eigenen Mitteln entschädigen

Am Freitag hatte Coincheck den Verlust der Kryptowährung Nem im Wert von gut 400 Millionen US-Dollar (320 Millionen Euro) verkündet. Die Plattform will die betroffenen 260.000 Nutzer des Digitalgelds nun entschädigen. Sie sollen 88,549 japanische Yen (82 US-Cent) für jede Einheit der gestohlenen Digitaldevise Nem erhalten, wie die Plattform mitteilte. Insgesamt 523 Millionen Einheiten seien gestohlen worden. Bestreiten will Coincheck die Rückzahlung aus eigenen Mitteln.

Nach Bekanntgabe der Entschädigung zog der Nem-Preis an, auch andere Digitalwährungen legten zu. Die Probleme bei Coincheck lassen Erinnerungen wach werden an die ehemalige Bitcoin-Börse Mt.Gox, die 2014 nach spektakulärem Verschwinden einer hohen Anzahl von Bitcoins letztlich unterging.

Auch dürften Vorfälle wie der bei Coincheck Stimmen lauter werden lassen, die eine staatliche Kontrolle des bisher weitgehend unregulierten Handels mit Kryptowährungen fordern. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

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