30. Oktober 2019, 17:23
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Finanzielle Zufriedenheit der Deutschen driftet auseinander

Die finanzielle Zufriedenheit der Deutschen erreicht einen neuen Höchststand. Und das trotz schwieriger Bedingungen an den Kapitalmärkten. Stadt und Land zeigen deutliche Unterschiede.

Verm Gen-Einkommen-Unterschiede in Finanzielle Zufriedenheit der Deutschen driftet auseinander

43 Prozent der Deutschen sind zufrieden oder sogar sehr zufrieden mit ihrer finanziellen Situation. Das zeigt das diesjährige Vermögensbarometer, das der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) in Berlin vorgestellt hat. „Diese Zahl hat sich im Laufe der letzten 15 Jahre mehr als verdoppelt“, sagte DSGV-Präsident Helmut Schleweis. „Die stabile gesamtwirtschaftliche Lage der vergangenen Jahre zeigt hier sicherlich ihre Auswirkungen.“

Städter sind finanziell zufriedener

Allerdings ist die Zufriedenheit in den Städten deutlich höher als auf dem Land. Während unter den Städtern 43 Prozent zufrieden oder sehr zufrieden sind, gaben dies nur 31 Prozent der Menschen auf dem Land an. Auf dem Land rechnet zudem nur jeder Fünfte mit einer Verbesserung seiner finanziellen Situation – in der Stadt ist es jeder Dritte. „Wir befürchten, dass sich diese Ungleichheit in den nächsten Jahren verfestigt“, so Schleweis. Für das Vermögensbarometer wurden erstmals gleichermaßen Menschen in Städten, in der Vorstädten, in Stadtnähe und auf dem Land befragt, um die unterschiedlichen Meinungen nach Wohnlage ermitteln zu können.

Niedrigzinsen sind nur ein Grund zur Sorge

Die niedrigen Zinsen sind zwar für die meisten weiterhin der größte Grund zur Sorge bei der Ersparnisbildung. In Sachen finanzieller Zufriedenheit sind aber viele weitere Faktoren ausschlaggebend. Schleweis sieht hier nicht nur die Gesellschaft, sondern vor allem die Politik in der Verantwortung: „Sie muss mit dezentralen Strukturen und gelebtem Föderalismus helfen, die Unterschiede zu minimieren oder gar nicht erst entstehen zu lassen. Und sie muss selbsttragende Strukturen ermöglichen und unterstützen.“

Er fordert solide Rahmenbedingungen für ein nachhaltiges und gerecht verteiltes Wachstum: „Damit wären auch die Weichen für eine Normalisierung der Geldpolitik gestellt. Und Sparer könnten endlich wieder mit Ertrag sparen“.

Das Vermögensbarometer erscheint seit 2001. Für die repräsentative Studie wurden im Auftrag des DSGV dieses Jahr 5.806 Menschen in ganz Deutschland rund um das Thema Sparen und Vermögensaufbau befragt. Das komplette Vermögensbarometer finden Sie unter www.dsgv.de/vermoegensbarometer.

Foto: Shutterstock

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