In maximal 5 Jahren zur Milliardengrenze: Beckers gründet Vermögensverwaltung

Der Berliner Seriengründer Jan Beckers expandiert ins Geschäft mit Aktienfonds und startet einen Vermögensverwalter. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin ‚Capital‘ in seiner jüngsten Ausgabe. Beckers, der hinter den Start-up-Inkubatoren Hitfox, Finleap und Heartbeat Labs steht, hat dafür den Portfolioverwalter BIT Capital gegründet, der bereits zwei Fonds aufgelegt hat.

Jeweils unter dem Titel „Global Internet Leaders“ laufen seit Mai 2018 ein Fonds für vermögende Investoren und seit Jahresbeginn zusätzlich ein Fonds für Kleinanleger. Investmentfokus sind laut Beckers schnell wachsende Internetunternehmen bis 30 Mrd. Dollar Marktkapitalisierung, vor allem aus China und den USA.

Im Portfolio finden sich bislang Titel wie die Softwarefirmen Twilio und Kingdee, das Smart-TV-Unternehmen Roku und der Telemedizinspezialist Teladoc. Bislang hat BIT Capital weder Marketing noch Vertrieb anlaufen lassen, daher sind in beiden Fonds zusammen erst überschaubare 50 Mio. Euro enthalten.

Die Szene bleibt zunächst unter sich

Unter den bisherigen Geldgebern sind der Start-up-Gründer und -investor Lukasz Gadowski sowie Maximilian Zimmerer, ehemaliger Investmentvorstand der Allianz. Beckers selbst hat allein 25 Mio. Euro aus seinem Privatvermögen beigesteuert.

Der Seriengründer hatte 2011 mit Hitfox ein Unternehmen im Werbemarkt für Online-Spiele gegründet, aus dem über die Jahre eine der erfolgreichsten Firmenfabriken der deutschen Start-up-Szene hervorgegangen ist. 2014 expandierte Hitfox mit Finleap in den Fintech-Markt, 2017 folgte mit Heartbeat Labs eine Plattform für digitale Gesundheit. Beckers trat im November 2018 als CEO von Hitfox ab. Das Unternehmen hat sich inzwischen in Ioniq umbenannt.

Oliver Clasen, ehemaligen Geschäftsführer von Allianz Global Investors ist an Bord

Neben Beckers ist bei BIT Capital der ehemalige Geschäftsführer von Allianz Global Investors, Oliver Clasen, an Bord, dazu ein vierköpfiges Analystenteam, das zum Teil in Hongkong sitzt. In sechs bis zwölf Monaten soll die Firma 100 Mio. Euro managen, hofft Beckers. In zweieinhalb bis fünf Jahren will Beckers die Milliardengrenze erreichen.

 

Foto: Shutterstock

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