4. Juni 2019, 12:14
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Kryptowährungen: Nur Spielgeld

Kryptowährungen sind anders. Sie sind eigentlich als Gegenmodell zu staatlichen Währungen konzipiert, setzen auf verteilte Kontrolle und wollen durch hohe Transparenz Vertrauen erlangen. Und ja, theoretisch kann jeder Anleger jede Bitcoin-Transaktion nachvollziehen. Er weiß auch, unter welchen Adressen große Mengen Bitcoin liegen.

Wer aber dahintersteht, ist in der Community oft genug Gegenstand intensiver und leidenschaftlich geführter Debatten, die in aller Regel erfolglos bleiben. Bekannt werden die Besitzer vor allem dann, wenn sie es schon nicht mehr sind: Kryptobörsen etwa, die gehackt wurden und jetzt dem elektronischen Geld hinterherlaufen.

Gegenstand großer und kleiner Skandale

Seit es Bitcoin & Co. gibt und seit sich damit im Hype sehr viel Geld verdienen ließ, sind die Kryptowährungen Gegenstand großer und kleiner Skandale. Das ist nicht ungewöhnlich in einem völlig neuen, unausgereiften und noch zu wenig regulierten Markt. Aber es trägt eben nicht dazu bei, Vertrauen als das Grundkapital einer Währung aufzubauen.

Da sich schon staatlich kontrollierte Währungen nicht zur Geldanlage eignen, gilt das erst recht für Kryptowährungen. In sie kann Geld gesteckt werden, das nicht benötigt wird, beim dem ein Anstieg Freude, aber ein Sturz kein großes Leid auslösen würde.

Keine Rücklagen verpfänden

Ansonsten heißt es trotz des starken Anstiegs: Nur wer Lust auf Risiko hat, mag Kryptos als hochspekulative Beimischung ins Portfolio nehmen – solange dafür nur “Spielgeld” genutzt wird und keine Rücklagen verpfändet werden. Viel eher lohnt sich da ein Investment in Sachwerte wie Aktien. Anders als eine Währung sind Aktien Anteile an realen Firmen und daher als Anlegeform dem Kryptogeld aus Bits deutlich vorzuziehen.

Michael Jensen ist Managing Director bei der Moventum Asset Management S.A.

Foto: TEAM UWE NOELKE

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Lebensversicherungen: GDV meldet Zuwachs bei Auszahlungen

Die deutschen Lebensversicherer haben 2019 deutlich mehr an ihre Kunden ausgezahlt als ein Jahr zuvor. Auch das bei Lebensversicherern angesparte Geldvermögen legte zu, meldet der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

mehr ...

Investmentfonds

Preisexplosion für Platin und Palladium bei Anspringen der Autoproduktion

Globale Unsicherheiten und Produktionsrückgänge drücken weiter auf die Rohstoffpreise. Die physische Nachfrage nach Gold und Silber ist auf Rekordniveau. Allerdings führten sinkende Kurse der Minenaktien teilweise zu einem Ausverkauf. Die weiteren Perspektiven.

mehr ...

Berater

Sucht: Aus der Bodenlosigkeit die Kontrolle zurückgewinnen

Suchtproblematik am Arbeitsplatz – klingelt da was bei Ihnen? Dann lesen Sie unbedingt weiter! Die Fürstenberg-Kolumne mit Mareike Fell

mehr ...

Sachwertanlagen

BVT schließt institutionellen US-Fonds und investiert erneut in Boston

Die BVT Unternehmensgruppe, München, hat über ihre Kapitalverwaltungsgesellschaft Derigo für den von ihr verwalteten geschlossenen Spezialfonds BVT Residential USA 12 die dritte Investition vorgenommen. Ein Nachfolge-Spezialfonds ist geplant.

mehr ...

Recht

Neuer Mieterschutz in Kraft: Wie Sie durch die Krise kommen

Ab heute gilt für Mieterinnen und Mieter, die durch finanzielle Einschnitte in besonderem Maße von der Corona-Krise betroffen sind, ein erweiterter Kündigungsschutz. Es ist aber für Betroffene laut GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen weitere Unterstützung nötig.

mehr ...