Nur jeder Fünfte kennt ETFs

In Zeiten der Niedrigzinspolitik hat das klassische Sparbuch ausgedient. Unabhängige Finanzexperten raten statt dessen zur Investition in ETFs. Doch: Den Deutschen mangelt es bei ETFs an Wissen – eine Lücke, die auch die Beratungsarbeit der Vermittler beim Kunden erschwert.

Die neue Vermögensverwaltung von Fonds Finanz setzt auf Exchange Traded Funds (ETF).

Genau 73 Prozent der Deutschen wissen laut einer aktuellen YouGov-Umfrage nicht, was ETFs sind. Eine stolze Zahl, die eine große Wissenslücke offenbart: Zwei Drittel der Deutschen wissen nichts mit dem Kürzel anzufangen, das in der Finanzbranche in aller Munde ist.

ETFs (englisch: „Exchange Traded Funds“) sind börsengehandelte Indexfonds, die die Wertentwicklung eines Index wie zum Beispiel dem DAX abbilden.

Wissenslücke vergrößert Beratungslücke

Diese Wissenslücke zeigt auch: Es gibt eine große Beratungslücke, denn Versicherer und Vermittler setzen im Rahmen ihrer Portfolios von fondsgebundenen Sparprodukten mehrheitlich auf renditebringende ETFs.

Um ETFs in Fondspolicen bei Verbrauchern bekannter zu machen, müssen sie ihre Beratungsarbeit intensivieren. So zeigt sich bei ETFs sogar eine doppelte Lücke.

Anlageform mit Potenzial

Weitere Zahlen aus der YouGov-Studie belegen: Sparer sehen durchaus großes Potenzial in ETFs. Von den 17 Prozent der Deutschen, die ETFs kennen, ist der Anteil derer, die Indexfonds besitzen, mit 4 Prozent vergleichsweise hoch. Beliebt sind ETFs auch in Sparplänen zur Altersvorsorge wie bei der LV 1871:

Mit 79 Prozent ist der fondsgebundene Anteil des Neugeschäfts in der Altersvorsorge groß. Genau 43 Prozent der Kunden, also knapp die Hälfte, entscheiden sich dabei für Fonds mit ETF-Anteil.

 

Foto: Shutterstock / LV 1871

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