12. Februar 2019, 12:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Warum auf Rezessionsindikatoren kein Verlass ist

Wer seine Strategie an Rezessionsindikatoren ausrichtet, verzichtet häufig auf Rendite. Welche Indikatoren sind die bekanntesten und wo liegen ihre Schwächen? Die Gefahren der Indikatoren für Anleger erklärt Jeroen Blokland, Robeco.

 in Warum auf Rezessionsindikatoren kein Verlass ist

Jeroen Blokland: “Rezessionen treten zum Glück nicht sehr häufig auf. Dies verringert auch die Aussagefähigkeit der Renditeentwicklung in der Vergangenheit.”

Wer sich von Rezessionsindikatoren leiten lässt, verpasst oft steigende Renditen. Marktphänomene wie ein inverser Verlauf von Renditekurven oder Höchststände am US-Aktienmarkt treten häufig kurz vor einer Konjunkturabschwächung auf.

Doch Aktien steigen unmittelbar vor einer Rezession häufig auf neue Rekordstände, lange nachdem andere Indikatoren, wie zum Beispiel invers verlaufende Renditekurven, die Rezession angekündigt haben.

Zinsstrukturkurve

Die Differenz zwischen der langfristigen und der kurzfristigen Rendite von US-Anleihen ist einer der besten Rezessionsindikatoren. Der Verlauf der Zinskurve hat alle sieben Rezessionen in den USA seit Dezember 1969 zuverlässig angekündigt.

Trotz inverser Zinskurve ist der S&P 500 jedoch gestiegen, mit Ausnahme des Jahres 1973. Tatsächlich stieg der S&P 500-Index im Durchschnitt weitere elf Monate lang an, bevor er seinen Höchststand erreichte. Anleger hätten auf einen beträchtlichen Ertrag verzichtet, wenn sie ihre Strategie an der Zinskurve ausgerichtet hätten.

Aktienbewertungen

Einige Anleger richten sich nach Aktienbewertungen. Sie glauben, dass die Bewertungen vor Rezessionen ein hohes Niveau erreichen, weil die meisten Konjunkturzyklen mit Blasen enden würden. Zwar ist das tatsächlich so, aber das impliziert nicht zwangsläufig hohe Bewertungen. Bisher waren die Kurs-Gewinne-Verhältnisse vor einer Rezession oft unterhalb des langfristigen Durchschnitts.

Seite zwei: Warum es keine zuverlässigen Indikatoren gibt

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

DIA: Rentenkommission steht mit leeren Händen da

„Aufgabe nicht erfüllt. Dieses knappe Fazit müsste die Rentenkommission heute bei der Vorstellung ihrer Ergebnisse ziehen, wenn sie ehrlich wäre“, erklärte Klaus Morgenstern, Sprecher des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA).

mehr ...

Immobilien

Wichtige Schutzmaßnahmen für Kleinvermieter und kleine Immobilienunternehmen fehlen noch

„Die Kündigungsschutzmaßnahmen für Mieter sind wichtig und richtig. Gleichwohl darf die Rettung der Mieter nicht bei den Vermietern abgeladen werden. Der Kleinvermieterschutz kommt derzeit zu kurz. Private Kleinvermieter dürfen nicht zu den großen Verlierern der Hilfsmaßnahmen in der Corona-Krise werden.“ Das sagt Jürgen Michael Schick, Präsident des Immobilienverbandes Deutschland IVD, heute nach der Verabschiedung des umfangreichen Corona-Hilfspakets im Bundesrat.

mehr ...

Investmentfonds

Banken werden die Rezession besser meistern, als vom Markt erwartet

Ein Kommentar von Sebastian Angerer und Ivor Schucking, Research Analysts bei der Legg-Mason-Boutique Western Asset Management, zu den Perspektiven der Banken bei einem Konjunktureinbruch.

mehr ...

Berater

AfW bietet Übersicht zu Corona-Fördermitteln

Die Bundesregierung hat ein umfangreiches Hilfspaket für Unternehmer zusammengestellt, um die Folgen der Coronakrise zumindest abzumildern. Der AfW Bundesverband Finanzdienstleistung gibt nun allen Vermittlern eine Übersicht über mögliche Fördermöglichkeiten.

mehr ...

Sachwertanlagen

Lloyd Fonds beendet weiteren Holland-Fonds mit Gesamtüberschuss

Die Lloyd Fonds Gruppe hat im März 2020 ein Fondsobjekt in Utrecht an einen französischen institutionellen Investor verkauft. Das teilt das Unternehmen anlässlich der Vorlage des Geschäftsberichts 2019 mit. Die BaFin erteilte zudem eine weitere KWG-Zulassung. Die Hauptversammlung wird wegen Corona verschoben.

mehr ...

Recht

EuGH: Widerrufsrecht im Darlehensvertrag muss klar formuliert sein

Darlehensverträge müssen klare und für Verbraucher verständliche Hinweise auf den Beginn von Widerspruchsfristen enthalten. Dies hat der Europäische Gerichtshof am Donnerstag zu einem Fall aus Deutschland klargestellt (Rechtssache C-66/19).

mehr ...