22. November 2019, 12:42
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„US-Wirtschaft ist stärker als es vielen Anlegern erscheint“

Mark Dowding, Partner und Chief Investment Officer von BlueBay Asset Management, kommentiert die Perspektiven der amerikanischen Wirtschaft für die letzten Wochen des Jahres.USA Shutterstock 304646339-Kopie in „US-Wirtschaft ist stärker als es vielen Anlegern erscheint“

Aufgrund der Thanksgiving-Feierlichkeiten in den USA dürfte es in der nächsten Woche an den Märkten eher ruhig bleiben. Für den Dezember erwarten wir dann saisonal bedingt einen Rückgang bei Emissionen und Liquidität. 

Generell schauen wir konstruktiv auf die Konjunkturlage, besonders vor dem Hintergrund der jüngsten fiskal- und geldpolitischen Maßnahmen der Zentralbanken. Deshalb sind wir nach wie vor der Meinung, dass zu viele Anleger zurückhaltend auf die Wachstumsaussichten blicken. Bei unseren Treffen mit politischen Entscheidern in den USA sahen wir unsere Auffassung bestätigt, dass sich die US-Wirtschaft weiterhin auf einem Wachstumspfad befindet und die Inflation sich nahe am Ziel der Notenbank Fed bewegt. Diese Situation wird wohl auch in den folgenden Quartalen Bestand haben. Zum Wachstum in ersten Halbjahr 2020 dürften die nach wie vor gute Konsumnachfrage sowie der robuste Dienstleistungssektor, Staatsausgaben und Investitionen in Immobilien beitragen. 

Selbstverständlich bleiben die bekannten Risikofaktoren. Bezüglich eines Deals im Handelsstreit zwischen den USA und China sehen wir frühestens zum Ende des ersten Quartals 2020 eine Einigung und dies könnte zu einiger Enttäuschung an den Märkten führen. 

Vom US-Kongress erwarten wir, dass er in der dritten Dezemberwoche zugunsten eines Impeachment-Verfahrens gegen Präsident Donald Trump stimmen wird. Die Bemühungen dürften jedoch aufgrund der Senats-Mehrheit der Republikaner im Januar / Februar zum Stillstand kommen. Turbulenzen könnte es dagegen erneut um die Abstimmung zu den Regierungsausgaben geben, dessen aktuelle Vereinbarung am 20. Dezember ausläuft.

Foto: Shutterstock

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