Überraschender Rücktritt an der Spitze der Weltbank

Jim Yong Kim hat sich in den über sechs Jahren an der Spitze der Institution, die jährlich viele Milliarden Dollar an bis zu 100 Länder verleiht, als Reformer stark gemacht. Er hatte vor allem den Folgen des Klimawandels und dem Ausbruch von Seuchen den Kampf angesagt.

So hatte die Bank kürzlich ein Kreditprogramm im Volumen von 200 Milliarden Dollar über vier Jahre für Klimaschutzprojekte und für den Kampf gegen den Klimawandel aufgelegt. Zuletzt hatte die Weltbank mit einem Human Capital Index Aufsehen erregt – er misst, wie viel Kapital jedes Land durch mangelnde Bildung ungenutzt lässt.

Kims Zukunftspläne

Der promovierte Mediziner wolle sich nun in einem Unternehmen zur Stärkung der Infrastruktur in Entwicklungsländern und auch wieder für die von ihm mitgegründete Organisation Partners in Health engagieren.

Der Weltbank-Präsident kommt traditionell aus den USA, während die Spitze der Schwesterorganisation Internationaler Währungsfonds (IWF) von Europa besetzt wird, die aktuelle Präsidentin ist die Französin Christine Lagarde.

Aufgabend der Weltbank

Die Weltbank ist vor allem für die Finanzierung von Projekten zur Bekämpfung von Armut und deren Ursachen zuständig. In der Weltbank sind 189 Mitgliedsländer zusammengeschlossen, die USA sind der größte Anteilseigner. Es wird erwartet, dass sie bei der Nachfolgeentscheidung entscheidend mitreden.

US-Präsident Donald Trump ist ein Kritiker internationaler Organisationen wie der Weltbank. US-intern hat er die Anstrengungen etwa für die Entwicklungshilfe zurückgefahren. (dpa-AFX/kl)

Foto: Xinhua/Ting Shen

 

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