28. Januar 2019, 12:38
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Wer als Anleger die Digitalisierung nutzen will, sollte sich umstellen

Gesellschaft und Wirtschaft sind bereits nachhaltig geprägt von langfristigen demografischen und technologischen Veränderungen. Die Digitalisierung nimmt hierbei eine Schlüsselrolle ein. Produktionsprozesse sowie die Arbeitswelt sind einem stetigen und rasanten Wandel unterworfen. Das Potenzial für Investoren ist hierbei enorm.

Banken-Fintechs-Digitalisierung in Wer als Anleger die Digitalisierung nutzen will, sollte sich umstellen

Wer von der digitalen Transformation profitieren will, muss einen neuen Investmentansatz adaptieren.

“Anleger, die an den Chancen dieser digitalen Transformation teilhaben möchten, sollten einen neuen Investmentansatz verfolgen”, erklärt Stéphane Lago, Produkt-Spezialist für thematische Aktien bei Axa Investment Managers.
Denn die rasante Entwicklung der Digitalisierung stellt traditionelle Wertschöpfungsketten und Geschäftsmodelle auf den Kopf. Das betrifft sowohl Unternehmen, die mit bahnbrechenden Technologien oder Geschäftsmodellen auf sich aufmerksam machen, als auch sogenannte Enablers, die mit ihren Leistungen oder Produkten solche Erfindungen und Produkte überhaupt erst ermöglichen.

“Von globalen Konzernen bis hin zu kleinen Unternehmen, wie etwa Halbleiterherstellern oder Anbietern von revolutionären Cloud-Lösungen, werden innovative und disruptive Technologien entwickelt und eingesetzt, die sich immer breiter etablieren und verbreiten”, ergänzt Lago.

KI kann helfen, Fehlerquellen zu beheben

Robotikanwendungen und die Automatisierung von Prozessen in verschiedensten Industrien erlauben eine sicherere und effizientere Produktion. Künstliche Intelligenz (KI) kann beispielsweise helfen, mögliche Fehlerquellen proaktiv zu beheben oder präventiv zu agieren und im Vorfeld kostspielige Produktionseinbrüche zu vermeiden. Der Transport von Menschen und Gütern wird sich verändern. Neue und saubere Technologien können einen enormen Nutzen für die Gesellschaft stiften.

Im Gesundheitswesen kommen immer mehr Operationsroboter zum Einsatz, mobile Überwachungssysteme zeigen an, wann ein Patient medizinische Hilfe benötigt. In der Agrarwirtschaft optimieren selbstfahrende Traktoren den landwirtschaftlichen Produktionsprozess. Drohnen überwachen die Anbauflächen; Bewässerungsanlagen werden intelligent gesteuert. Eine wichtige Weiterentwicklung, da momentan weltweit 70 Prozent des verwendeten Frischwassers von der Landwirtschaft verbraucht werden.

Klassische Services verändern sich

Auch klassische Dienstleistungen verändern sich: Im Marketing etwa hilft künstliche Intelligenz den Unternehmen zu verstehen, was ihre Kunden wirklich wollen. Der Einsatz von Chatbots individualisiert den Kundenservice und erhöht die Zufriedenheit und Loyalität der Kunden, da Erreichbarkeit und Informationsweitergabe nicht mehr an Öffnungs- oder Sprechzeiten gekoppelt sind.

Auch die Arbeitswelt ändert sich mit der Digitalisierung. Neben großen Chancen und neuen Berufsformen fordert sie von den Mitarbeitern aber auch neue Fähigkeiten und eine angepasste Denkweise in Bezug auf den Umgang mit diesen Technologien: Neugier, Flexibilität und die Bereitschaft, lebenslang zu lernen, sind unerlässlich.

Seite zwei: Digitalisierung lässt Grenzen zwischen Sektoren verschwinden

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