27. Januar 2020, 12:00
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Coronavirus drückt Dax ins Minus

Die Sorgen vor der weiteren Verbreitung des Coronavirus haben den Dax wieder fest im Griff. Der deutsche Leitindex sackte am Montag bis 12 Uhr um 2,28 Prozent auf 13.265 Punkte ab und entfernte sich damit wieder von der jüngst erreichten Rekordmarke von 13.640 Punkten.

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Am Freitag hatte am Markt noch Zuversicht geherrscht. Der MDax der mittelgroßen Werte fiel zu Wochenbeginn um 1,40 Prozent auf 28.398,64 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 lag 1,2 Prozent im Minus.

In China ist die Zahl der Toten durch die neuartige Lungenkrankheit bis Montag um 24 auf 80 gestiegen. Innerhalb eines Tages kletterte die Zahl der bestätigten Infektionen um mehr als 700 auf 2744. Diese Zahlen hatten am Morgen schon in Asien auf den dort geöffneten Börsen gelastet, wenngleich in China der Handel wegen des Neujahrsfestes noch einige Tage pausiert.

Laut dem Marktbeobachter Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners ist das Coronavirus der Auslöser einer ohnehin fälligen Korrektur am Aktienmarkt. Nach einer derart langen Rally sei immer die Frage, welche schlechte Nachricht den Stimmungsumschwung einleitet. Mit dem Coronavirus sei die Antwort auf diese Frage jetzt gefunden.

Die neuartige Lungenkrankheit könnte Ökonomen zufolge gravierende wirtschaftliche Auswirkungen haben, was die Nachfrage nach Rohöl dämpfen könnte. Der Ölpreis gab vor diesem Hintergrund zu Wochenbeginn weiter nach.

Bei den Luftfahrtgesellschaften können niedrige Ölpreise derweil zwar die Kerosinkosten senken, dennoch zogen die Anleger bei der Branche zu Wochenbeginn die Reißleine. Wegen der Ausbreitung des Coronavirus sorgen sich die Börsianer schon seit Tagen um die Folgen für den weltweiten Reiseverkehr. Hierzulande knickten die Aktien der Lufthansa am Dax-Ende um mehr als 5 Prozent ein.

Auch fast alle anderen Dax-Werte lagen im Minus. Lediglich die als wenig konjunkturabhängig geltenden Papiere des Versorgers RWE schafften ein minimales Plus.

Klares Schlusslicht im MDax waren die Anteilscheine des Batterieherstellers Varta, die bereits seit Tagen unter der Furcht vor steigendem Wettbewerb leiden. Zu Wochenbeginn nun stand zuletzt ein Minus von rund 5 Prozent zu Buche, nachdem die Papiere zwischenzeitlich unter die viel beachtete 200-Tage-Linie gefallen waren. Sie gilt als Indikator für den langfristigen Trend. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

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