13. Februar 2020, 17:00
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„Erster Fonds mit WWF-Patenschaft“

Seit dem 1. Januar haben die Lloyd Fonds AG und die Umweltstiftung WWF eine langfristig angelegte Partnerschaft vereinbart. Bereits seit Dezember 2019 ist die Lloyd Fonds AG mit einem neuen Aktienfonds am Start, der das Thema „Green Dividends“ fokussiert und dabeidas Nachhaltigkeitskonzept des WWF berücksichtigt. Cash. sprach mit Portfoliomanager Axel Brosey über die Gründe und Chancen für das neue Produkt.

Axel Brosey CFA CESGA Fondsadvisor GDW-Kopie in „Erster Fonds mit WWF-Patenschaft“

Axel Brosey, Lloyd Fonds

Herr Brosey, Sie lenken den neu aufgelegten Lloyd Fonds Green Dividend World. Welche Idee steckt dahinter?

Brosey:  Wir investieren in die besten Dividendentitel weltweit. Dabei konzentrieren wir uns als Ergebnis einer aktiven fundamentalen Einzeltitelselektion auf Unternehmen, die einen positiven Beitrag zur Erreichung eines oder mehrerer ökologischer Ziele erreichen wollen, abgeleitet aus den 17 im Jahr 2015 von der UN beschlossenen Sustainable Development Goals (SDGs). Wir identifizieren für unseren Fonds Unternehmen, die einen glaubhaften Transitionspfad mit konkreten Umsetzungsplänen verfolgen. Im Ergebnis zeigt sich eine positive Nettowirkung auf die umweltrelevanten SDGs.

Wer übernimmt für Sie das ESG-Screening potenzieller Kaufkandidaten?

Brosey: Wir selbst in unserem Investmentteam. Unser Anlageuniversum umfasst circa 5.000 investierbare Aktien. Dieses Universum screenen wir vorab auf Basis von fundamentalen Kennzahlen wie Dividendenrendite, Trading Volumina/Liquidität und Nachhaltigkeitsaspekten. Zusätzlich fließt unsere Investmenterfahrung in die Vorauswahl mit ein. Aus dieser Kombination ergibt sich ein Aktienpool aus ca. 200 bis 300 Werten, die dann eine intensive Fundamental- und Nachhaltigkeitsanalyse durchlaufen. Am Ende ergibt sich ein Fonds aus den besten circa 40 bis 50 nachhaltigen Dividendentiteln der Welt.

Allerdings machen wir kein klassisches ESG-Screening. Denn diese Screenings sind zum einen oft stark vergangenheitsbezogen und zum anderen dienen sie oftmals dazu einen Datenbankbasierten ESG-Score zu optimieren. Wir hingegen führen mit unserem innovativen Ansatz eine zukunftsbezogene Nachhaltigkeitsanalyse durch. In diese fließen neben der traditionellen Finanzanalyse direkt und integriert Nachhaltigkeitsaspekte mit ein.

Derzeit krempeln viele Fondshäuser ihre Produktpaletten um und lancieren ESG-Fonds. Wo liegt der USP des Lloyd Fonds – Green Dividend World?

Brosey: Der Fonds vereint nach meiner Kenntnis als momentan einziger Fonds im Markt die Themen „positiver Umweltbeitrag auf Basis der UN-SDGs“ und „globale Dividende“.  Anleger profitieren aus drei Gründen von dem Fonds: erstens partizipieren sie an der Entwicklung globaler Dividendentitel. Zweitens erhalten Sie voraussichtlich zweimal jährlich eine attraktive Dividendenausschüttung und drittens investieren Sie mit dem Fonds in Unternehmen, die einen positiven Umweltbeitrag entweder durch ihr Geschäftsmodell oder ihre Veränderungsbereitschaft erzielen.

Welche Rolle spielt der WWF im Rahmen des Fondskonzepts?

Brosey: Der Lloyd Fonds – Green Dividend World ist der erste deutsche Investmentfonds mit einer WWF-Partnerschaft. Inhaltlich hat uns der WWF Deutschland bei der Ausarbeitung des Nachhaltigkeitskonzepts des Fonds beraten sowie die Konzeption von Transitionspfaden und Zielniveaus und Engagement-Aktivitäten begleitet. Die Partnerschaft geht aber über die inhaltliche Begleitung des Fonds hinaus, beispielsweise werden wir mit dem WWF ein innovatives Datenprojekt unter Nutzung unser Lloyd Fonds Digital Asset Plattform 4.0 durchführen und einen SDG-Algorithmus zur datenbasierten Abbildung der Transition von Unternehmen entwickeln.

Die Fragen stellte Frank O. Milewski, Cash.

Foto: Lloyd Fonds

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