31. März 2020, 17:41
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Trendinvestment Green Bonds

Die Zahlen zeigen: Green Bonds liegen im Trend. 400 Milliarden US-Dollar sind die im Barclays MSCI Green Bond Index enthaltenen Anleihen heute wert. Damit verzeichnen sie ein Wachstumsplus von ungefähr 150 Milliarden US-Dollar gegenüber dem Vorjahr.

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Bereits seit Jahren hält die Nachfrage nach grünen Anleihen an. Für Dr. Volker Schmidt, Senior Portfolio Manager bei Ethenea Independent Investors S.A., ist diese Entwicklung einfach zu erklären: „Die Besonderheit dieser Anleihen ist, dass die damit aufgenommenen Gelder in klimafreundliche Projekte fließen. In Zeiten des Klimawandels spricht das viele Investoren an, die ihren Teil zu einer nachhaltigeren Umwelt beitragen wollen.“ 

In Anbetracht der steigenden Nachfrage ist es umso wichtiger, dass die letzten Schönheitsfehler der Green Bonds schnell beseitigt werden, so Schmidt. Er gibt zu bedenken: „Bei den Emittenten handelt es sich um Staaten und Unternehmen, die nicht zwingend ‚grün‘ sein müssen. Zudem gibt es noch kein einheitliches Regelwerk, wie bei ähnlichen Finanzprodukten üblich.“ Für letzteres wurden bereits erste Schritte eingeleitet: Die International Capital Market Association (ICMA) hat mit den Green Bond Principles (GBP) Richtlinien verfasst, mit denen eine Vereinheitlichung vorangetrieben werden soll. Dabei handelt es sich um freiwillige Prinzipien, die die Verwendung der Emissionserlöse, den Prozess der Projektauswahl, die Verwaltung der Mittel sowie die Berichterstattung über deren Verwendung betreffen. 

„Darüber hinaus wird empfohlen, externe Prüfer hinzuzuziehen. Diese sollen die Einhaltung der gewählten Leitlinien regelmäßig und unabhängig überprüfen. Mittlerweile haben sich auch Spezialisten etabliert, die eine Zertifizierung der Green Bond-Emission durchführen oder aber sogar ein Green Bond-Rating vergeben“, berichtet Dr. Schmidt. Auch die Europäische Kommission arbeitet an einem EU Green Bond Standard für grüne Anleihen und hat ihren sogenannten Usability Guide vor Kurzem veröffentlicht. „Damit möchte sie verhindern, dass die bis dato mangelnde Vereinheitlichung zu einer Aushöhlung der mit den Green Bonds verbundenen Ziele – auch als ‚greenwashing‘ bezeichnet – führt. Die Kommission reagiert damit auf die Tatsache, dass sich heute noch manche Emittenten grüner und klimafreundlicher darstellen als sie es sind“, sagt Schmidt.    

Die Motivation für den Kauf von Green Bonds beruht eindeutig auf dem Wunsch, einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. „Green Bonds unterscheiden sich von herkömmlichen Anleihen aktuell weder durch die Rendite noch die Ausfallrate – aber bieten die Gelegenheit, klimafreundliche Projekte zu unterstützen, und leisten somit einen Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel“, schließt Schmidt.

Foto: Shutterstock

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