„EU dürfte USA bei der Erholung drei bis sechs Monate hinterherhinken“

Foto: Merck Finck
Robert Greil: "Der Reality-Check in Sachen harte Konjunkturdaten sollte den anlaufenden starken US-Aufschwung bestätigen.“

In der kommenden Woche stehen vor allem „harte Daten“ auf der Makro-Agenda: „Der Reality-Check in Sachen harte Konjunkturdaten sollte den anlaufenden starken US-Aufschwung bestätigen“, sagt Robert Greil. Der Chefstratege von Merck Finck weiter: „Während die US-Einzelhandelsumsätze im März bereits klar gestiegen sein sollten, schwächeln sie vergleichsweise in der EU wohl noch einige Zeit.

Greil rechnet angesichts der bevorstehenden weiteren Lockdown-Verlängerungen bis auf Weiteres im Euroraum nur im Industriebereich mit guten Zahlen: „Ein echter Konjunkturaufschwung in der EU dürfte drei bis sechs Monate später als in den USA einsetzen.“

Besonders wichtige harte Daten für März stehen nächste Woche für die USA und für China an: In den Staaten werden zwei Tage nach den Inflationszahlen am Dienstag sowohl die Einzelhandelsumsätze als auch die Industrieproduktion veröffentlicht. China publiziert zusätzlich zu den entsprechenden Einzelhandels- und Industriezahlen am Freitagmorgen auch noch sein im Vergleich zum dort im entsprechenden Vorjahresquartal vom Corona-Ausbruch belasteten wohl sehr stark erholtes Bruttoinlandsprodukt für das 1. Quartal. In der Eurozone kommen zudem am Montag die Einzelhandelsumsätze für Februar.

In Sachen „weiche“ Stimmungsdaten wird der deutsche Fokus am Dienstag auf den ZEW-Konjunkturerwartungen liegen. Hinzu kommen in der zweiten Wochenhälfte
finale März-Inflationsdaten erst für Deutschland und dann für den gesamten Euroraum – sowie das von der Michigan-Universität erhobene vorläufige US-Verbrauchervertrauen im April. Weitere wichtige Veröffentlichungen sind die Handelsbilanzen der Eurozone und Chinas für den März.

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