7. Februar 2011, 13:31
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Krisenmanagement: Kein Vertrauen in die Politik

Obwohl die Wirtschaft in Deutschland brummt, glauben 54 Prozent der Bundesbürger nicht, dass die Politik die Finanzkrise in den Griff bekommen wird. Einer Umfrage zufolge sind fast zwei Drittel (64 Prozent) der Meinung, den Politikern fehle es an fachlicher Kompetenz.

Daumen-runter-127x150 in Krisenmanagement: Kein Vertrauen in die PolitikZu diesem Ergebnis kommt eine repräsentativen Bevölkerungsumfrage im Rahmen einer Gemeinschaftsstudie des Fachgebiets Kommunikationswissenschaft und Journalistik der Universität Hohenheim und der Frankfurter Direktbank ING-Diba.

Fast drei Viertel der Bevölkerung gehen demnach davon aus, dass die Banken und Versicherungen nichts aus der Krise gelernt haben und „business as usual“ betreiben. 52 Prozent sind sogar überzeugt, dass die Finanzbranche sich nicht um politische Vorgaben der Regierung kümmern will, sondern Mittel und Wege in der globalisierten Welt finden wird, weiterzumachen wie bisher.

Die Ergebnisse belegen die tiefe Skepsis und das Misstrauen der Bürger in den Finanzsektor, der massive Hilfen von der Politik erhalten hat und jetzt zum Teil wieder Rekordgewinne erzielt. Entsprechend wenig erwarten die Bürger von der Politik: Drei Viertel der Befragten glauben, dass sie die Interessen des Finanzsektors mehr berücksichtigt als die der Steuerzahler.

Die Bürger sehen jedoch klar, dass diese Krise nicht nur zu ihren Lasten geht, sondern dass auch die Realwirtschaft, vor allem die Industrieunternehmen, Nachteile hat. Als Verursacher der Krise haben weit mehr als die Hälfte der befragten Bürger – neben der Finanzbranche – die Politik selbst im Blick. Sie habe die Finanzkrise mit verursacht, sagen 57 Prozent der 1.000 vom Meinungsforschungsinstitut Forsa Befragten.

“Mit leeren Floskeln wie ‘alternativlos’ oder mit ‘Basta-Politik’ lässt sich die Bevölkerung immer weniger Sand in die Augen streuen”, sagt Claudia Mast, Professorin für Kommunikationswissenschaft an der Universität Hohenheim. (hb)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Reise­ver­trieb der Hanse ­Merkur inter­na­tional weiter gestärkt

Der Verwaltungsrat der HanseMerkur International AG (HMI) mit Sitz in Vaduz hat Fuad Izmirlija – vorbehaltlich der Zustimmung der Liechtensteiner Finanzmarktaufsicht FMA – zum Geschäftsleiter berufen. Der 49-jährige gebürtige Wiener wird seine bisherige Funktion als Country Manager Österreich und Schweiz für die HanseMerkur zusätzlich weiterhin ausüben.

mehr ...

Immobilien

Heizung erneuern: In fünf Schritten zur Austauschprämie

Raus mit der alten Ölheizung! Wer jetzt auf eine neue, klimaschonende Heizung umsteigt, bekommt dank der neuen Austauschprämie bis zu 45 Prozent der Kosten erstattet. Hausbesitzern locken neben dem Zuschuss niedrigere Verbrauchskosten und ein geringerer CO2-Ausstoß. So gelangen Immobilienbesitzer an die Förderung.

mehr ...

Investmentfonds

Deutscher wird Mastercard-Chef – Umsatzwarnung wegen Coronavirus

Ein deutscher Top-Manager wird neuer Vorstandschef beim US-Kreditkartenanbieter Mastercard. Der bisherige Produktvorstand Michael Miebach soll ab März zunächst die Bereiche Verkauf, Marketing, Services und Technologie verantworten und dann ab 1. Januar 2021 den Spitzenposten von Ajay Banga übernehmen. Das teilte Mastercard am Dienstag in Purchase im US-Bundesstaat New York mit.

mehr ...

Berater

DSGVO – weitere Bußgelder in Millionenhöhe?

Seit dem Inkrafttreten der DSGVO im Mai 2018 werden Datenschutzverstöße immer häufiger geahndet. Auch von der Verhängung von Bußgeldern berichten die Medien in den letzten Monaten immer wieder. Häufig handelt es sich dabei um Forderungen gegen große Konzerne wie Facebook und Google. Gilt das auch für weniger bekannte und weniger große Firmen?

mehr ...

Sachwertanlagen

RWB: Erneuter Exit-Rekord mit Cloud-Software

Der Private-Equity-Dachfonds RWB International II hat mit der Veräußerung der Anteile an dem US-Software-Unternehmen Anaplan durch einen Zielfonds einen Rückfluss von über 13 Millionen US-Dollar erzielt. Das eingesetzte Kapital wurde dabei mindestens verzehnfacht.

mehr ...

Recht

Berlins Bürgermeister für 75-Prozent-Steuer auf Gewinn bei Bodenspekulation

Bodenspekulanten in Deutschland sollen nach Meinung von Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller (SPD) drei Viertel ihres Gewinns an den Staat abführen müssen. Müller schloss sich am Montag der Forderung von SPD-Chef Norbert Walter-Borjans nach einer sogenannten Bodenwertzuwachssteuer an.

mehr ...