Anzeige
19. November 2015, 11:37
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Deutsche Wirtschaft setzt auf nordamerikanischen Markt

Die deutsche Wirtschaft bleibt optimistisch, das zeigt die Herbstausgabe des Deloitte CFO Survey. Die Befragung von 151 Finanzentscheidern deutscher Großunternehmen ergab: 54 Prozent beurteilen die Konjunkturaussichten der nächsten zwölf Monate positiv. Gleichzeitig bleibt die Bereitschaft für Investitionen und Neueinstellungen etwa auf demselben Niveau des Frühjahrs.

USA-Skyline-750 in Deutsche Wirtschaft setzt auf nordamerikanischen Markt

Die USA sind bei vielen deutschen Firmen ganz oben auf der Agenda als Handelspartner.

Dagegen wächst die Unsicherheit auf Unternehmensseite aufgrund internationaler Entwicklungen und Krisen. Die Hoffnungen ruhen auf Nordamerika: Deutsche Unternehmen orientieren sich verstärkt in Richtung USA und Kanada. Beide Länder klettern auf Platz eins der Regionen mit den größten Umsatzchancen für das nächste Jahr – zudem planen deutlich mehr Firmen Investitionen in Nordamerika. In der Fertigungsindustrie wollen die Firmen sogar stärker in den USA investieren als in Deutschland. Bereits in den ersten sechs Monaten wuchsen die USA zum größten Handelspartner der deutschen Wirtschaft und lösten damit nach über 50 Jahren Frankreich ab.

Parallel überholen die USA China als wichtigstes Ziel von Auslandsinvestitionen. “Nordamerika rückt aus zwei Gründen in den Fokus: Zum einen setzt sich dort die Reindustrialisierung fort, da Firmen wegen niedriger Energiekosten in die Fertigung investieren und so mehr deutsche Maschinen nachgefragt werden. Zum anderen hilft der schwache Euro deutschen Exporten in die USA”, sagt Rolf Epstein, Partner Finance Consulting bei Deloitte.

Von Ost nach West

Parallel zur Nordamerika-Orientierung verlieren die bisherigen Wachstumstreiber Deutschland und China an Bedeutung. Die Zuversicht auf höhere Umsätze nimmt um etwa die Hälfte ab: In der BRD erwarten 26 Prozent der CFOs mehr Wachstum (zuvor: 50%), in China 17 Prozent (zuvor: 33%). Trotz Nordamerika-Optimismus trübt das die Stimmung: Der Deloitte CFO Confidence Index fällt auf 22 Punkte (30 Punkte im Frühjahr 2015), bleibt aber im positiven Bereich.

Internationalisierte Risiken

Nicht allzu positiv beurteilen die CFOs die Einigung mit Griechenland. Mehr als 40 Prozent wähnen darin eine verschlechterte Situation, lediglich zehn Prozent sind optimistisch. Insgesamt sehen die Finanzentscheider die größten Risiken jedoch in globalen Entwicklungen. Fast die Hälfte fürchtet eine schwächere Auslandsnachfrage, wobei rund ein Drittel besonders die Flaute der Emerging Markets umtreibt. Geopolitische Fragen sind für 45 Prozent ein wichtiger Faktor, Währungsunsicherheiten für gut 40 Prozent.

Seite 2: Geringere Inlandsnachfrage gilt als bedrohlich

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Kfz: Was nützt der günstigste Tarif, wenn das Risiko nicht abgedeckt ist

Das Kfz-Wechselgeschäft gewinnt an Fahrt. Zum 30. November können viele Kfz-Halter ihr Kfz-Versicherungen fristgerecht zum ablaufenden Kalenderjahr kündigen, um nach einem günstigeren Angebot zu suchen. Die Auswahl ist groß. Verbraucher sollten sich daher Zeit für einen Vergleich nehmen und die Leistungen genau anschauen. Denn die Unterschiede sind deutlich.

 

mehr ...

Immobilien

Wohnimmobilien: Der Neubau kommt in Schwung

Wie seit langem erhofft, kommt der Neubau in der Bundesrepublik allmählich in Schwung. Das zeigen aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamts (Destatis), die die Behörde am Donnerstag in Wiesbaden bekannt gab.

mehr ...

Investmentfonds

Drei Mythen über Millennials und Finanzen

Millennials kommunizieren lieber digital und sind selbstbewusst sowie anspruchsvoll. Ob diese Eigenschaften auch auf ihren Umgang mit Finanzen zutreffen, hat eine Umfrage untersucht, die sieben Mythen über Millennials und das Investieren die Realität gegenübergestellt hat.  Drei der Gegensätze stellen wir hier vor:

mehr ...

Berater

DVAG: Gut abgesichert bei Dienstreisen mit dem Auto

Müdigkeit, Meetings, zerknitterte Hemden: Besonders jetzt, in der kalten und dunklen Jahreszeit, können Dienstreisen schnell zum Stressfaktor werden. Wie Sie sich für diese Situation richtig absichern, erklären die Experten der DVAG.

mehr ...

Sachwertanlagen

Erfolgreicher PPP Fund der Deutsche Finance Group wird aufgelöst

Die Deutsche Finance Group hat die Fondsauflösung des PPP Privilege Private Partners Fund zum 31. Dezember 2018 mit einem Kapitalrückfluss in Höhe von 143 Prozent an die Anleger beschlossen.

mehr ...

Recht

BGH verhandelt Widerruf von Zustimmung zu Mieterhöhung

Ist eine Mieterhöhung rechtlich mit dem Abschluss eines Handy-Vertrags am Telefon vergleichbar? Der Bundesgerichtshof (BGH) befasst sich an diesem Mittwoch mit der Frage, ob ein Mieter seine Zustimmung zu einer Mieterhöhung widerrufen kann.

mehr ...