EU-Bankenaufsicht will Bonusregeln für kleine Banken lockern

Die EU-Bankenaufsicht EBA setzt sich für eine Lockerung der strengen Bonusregeln für kleine Banken und Finanzinstitute ein. Die Behörde wolle Anfang kommender Woche ihre Vorschläge für eine Anpassung der Vorgaben vorlegen, sagte eine Sprecherin am Donnerstag in London und bestätigte damit Medienberichte.

Die EU-Bankenaufsicht EBA setzt sich für eine Lockerung der strengen Bonusregeln für kleine Banken und Finanzinstitute ein.

Dabei solle es um Ausnahmeregelungen für kleine und wenig-komplexe Institute gehen. Das kann die EBA allerdings nicht allein durchsetzen, denn dafür müsste das EU-Recht geändert werden.

Bonusgrenzen sollen Banker zu vorsichtigerem Verhalten bringen

Seit dem vergangenen Jahr dürfen Banker nur noch maximal das Doppelte des Grundgehalts als Bonus bekommen. Davon darf ein Teil erst nach mehreren Jahren ausgezahlt werden. Mit den Bonusgrenzen will die Politik Banker zu vorsichtigerem Verhalten bringen. Boni gelten als Mitauslöser der Finanzkrise der Jahre 2008/2009, weil sie Banker zu hohen Risiken verleiteten.

Kleine Geldhäuser waren gegen die Vorgaben Sturm gelaufen. Sie hatten sich über den großen bürokratischen Aufwand beschwert. Zudem sahen sie sich durch den Bonusdeckel gegenüber Großbanken benachteiligt, da sie nicht so große Spielräume für die Anhebung der Fixgehälter hätten.

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Auch große Finanzkonzerne hatten sich beschwert, dass auch ihre Vermögensverwalter mit ihrem vergleichsweise risikolosen Geschäft unter das strenge Bonusnetz gezwungen wurden.

Quelle: dpa-AFX

Foto: EBA

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