Anzeige
23. Oktober 2015, 12:47
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

EZB: Ökonomen erwarten nur noch Mini-Inflation

Die Geldschwemme der EZB hat zwar die Kreditvergabe zuletzt angekurbelt – die Verbraucherpreise steigen bisher aber nicht. Deshalb erwarten Ökonomen in einer EZB-Umfrage inzwischen nur noch eine Mini-Inflation in diesem Jahr.

Euro in EZB: Ökonomen erwarten nur noch Mini-Inflation

Die Teuerungsrate wird auf absehbare Zeit niedrig bleiben.

Angesichts des neuerlichen Absturzes der Ölpreise haben Ökonomen ihre Inflationserwartungen gesenkt. Die von der Europäischen Zentralbank (EZB) befragten Experten rechnen nun im laufenden Jahr nur noch mit einem Mini-Preisauftrieb von 0,1 Prozent, wie die Notenbank in Frankfurt mitteilt. Im Juli hatten sie noch einen Preisanstieg von 0,2 Prozent vorhergesagt.

Konjunkturschwäche in Schwellenländern belastet

Neben der Entwicklung der Ölpreise drückt auch die Konjunkturschwäche in Schwellenländern wie China und Brasilien die Inflationserwartungen. 2016 wird die Teuerung nach der Prognose nur auf 1,0 Prozent anziehen (Juli-Prognose: 1,3), 2017 auf 1,5 (1,6) Prozent.

Langfristige Erwartung bleibt bei 1,9 Prozent

Ihre langfristigen Aussichten haben die Experten allerdings bei einer Inflationsrate von 1,9 Prozent im Jahr 2020 belassen. Damit würde sich der Preisauftrieb nur ganz allmählich der Zielmarke der EZB annähern, die eine Rate von knapp unter 2 Prozent anstrebt.

Mehr Wachstum in der Eurozone

Für Verbraucher ist das eine gute Nachricht, weil ein geringer Preisauftrieb ihre Kaufkraft stärkt. Hingegen änderten die Experten ihre Wachstumsprognosen im Vergleich zur letzten Befragung vor drei Monaten kaum. Getragen vom billigen Öl und der EZB-Geldschwemme wird die Wirtschaftsleistung im Euroraum demnach schon 2015 um 1,5 (bisher: 1,4) Prozent wachsen.

2016 erwarten die Experten ein Plus des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,7 (bisher: 1,8) Prozent, 2017 unverändert von 1,8 Prozent. Nach Überzeugung der Befragten wird das Anleihen-Kaufprogramm der EZB den Euro schwächen und so für zusätzliche Nachfrage sorgen. Zudem dürften die niedrigen Zinsen Konsum und Investitionsbereitschaft befeuern. Allerdings wird die Auslandsnachfrage nach der Prognose insbesondere aus China langsamer als bisher zulegen. EZB-Präsident Mario Draghi hatte am Donnerstag in Aussicht gestellt, das billionenschwere Programm sogar noch auszuweiten.

Quelle: dpa-AFX

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 5/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Europäische Aktien – Schwellenländer – digitaler Wandel – Neue Vertriebsregeln

Ab dem 27. April im Handel.

Rendite+ 1/2017 "Sachwertanlagen"

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Hitliste der Produktanbieter – Top Five der Segmente – Immobilienmarkt

Versicherungen

LV-Zweitmarkt: Netfonds und Winninger kooperieren

Der Maklerpool Netfonds arbeitet ab sofort mit der Winninger AG beim Ankauf von Lebensversicherungen zusammen. Winninger kauft nach eigenen Angaben nahezu alle Policen mit einem Mindestrückkaufswert von 10.000 Euro und einer Mindestrestlaufzeit von drei Jahren.

mehr ...

Immobilien

Immobilienrente: Raus aus der Nische

Immobilienverrentungsmodelle fristen in Deutschland bislang ein Nischendasein. Das ist bedauerlich, denn es sei “unbestreitbar, dass die Alterseinkünfte bei alten Immobilieneigentümern häufig ein großes Problem darstellen” und eine Immobilienrente Abhilfe schaffen könne, so das DIA.

mehr ...

Investmentfonds

T. Rowe ist skeptisch aufgrund niedriger Volatilität

In den vergangenen Wochen und Monaten bewegten sich die Aktienmärkte in den Vereinigten Staaten kaum. Viele Anleger sind über die Ruhe vielleicht sogar erfreut. Allerdings könnte die Volatilität auf mittlere Sicht wieder anziehen.

mehr ...

Berater

VÖB: “Regulatorik ist verzettelt und teuer”

Laut Dr. Johannes-Jörg Riegler, Präsident des Bundesverbandes Öffentlicher Banken Deutschlands, fehlt bei der europäischen Bankenregulierung das Gesamtkonzept. Zudem machten es die hohen Regulierungskosten für Banken immer schwieriger, Geld zu verdienen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Publity erwirbt Objekt in Bensheim

Der Asset Manager Publity AG aus Leipzig meldet den Erwerb seines 585. Objekts: Eine gemischt genutzte Value-Add-Immobilie mit 15.000 Quadratmetern Mietfläche in Bensheim im Regierungsbezirk Darmstadt.

mehr ...

Recht

IVD fordert Sachkundenachweis für Immobilienmakler

Der Immobilienverband Deutschland (IVD) fordert, dass sich der Bundestag zügig für Berufszulassungsregelungen für Makler entscheidet. Durch den Sachkundenachweis sollen Fehler in der Beratung vermieden werden.

mehr ...