Anzeige
14. Dezember 2015, 13:18
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

IfW erwartet 2016 höheres Wachstum

Die Ökonomen des IfW in Kiel bleiben zuversichtlich: Der Konjunkturmotor in Deutschland läuft, die Exporte ziehen wieder an. Am Arbeitsmarkt sind Veränderungen durch die Integration von Flüchtlingen zu erwarten. 

IfW erwartet 2016 höheres Wachstum

Um Flüchtlinge leichter in Arbeit zu bringen, schlägt IfW-Präsident Dennis Snower staatliche Lohnsubventionen über Beschäftigungsgutscheine vor.

Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) hat seine Wachstumsprognose für 2016 für Deutschland von 2,1 Prozent auf 2,2 Prozent angehoben. Die Ausgaben für Flüchtlinge werden aber nur kurzfristig einen stimulierenden Effekt auf die Zuwachsrate des Bruttoinlandsprodukts haben, teilte das IfW am Montag in Kiel mit. Für 2015 und 2017 beließen die Wissenschaftler ihre Prognosen bei unverändert 1,8 Prozent beziehungsweise 2,3 Prozent Wachstum.

“Treibende Kraft hinter dem Aufschwung ist nach wie vor der starke private Konsum und eine anziehende Investitionstätigkeit”, berichtete das IfW. Hohe Einkommenszuwächse, niedrige Ölpreise, Rentenerhöhungen und Steuersenkungen stärken demnach den Konsum.

Zuwanderung wird sich erst allmählich auf Arbeitsmarkt auswirken

Die Verbraucherpreise werden nach IfW-Erwartung erst in den nächsten beiden Jahren mit 1,2 Prozent (2016) und 1,8 Prozent (2017) stärker zulegen (2015: 0,3 Prozent). Der deutsche Außenhandel soll «trotz eines enttäuschenden dritten Quartals» auf Expansionskurs bleiben.

Am Arbeitsmarkt wird sich die hohe Zuwanderung nach Einschätzung der IfW-Ökonomen erst allmählich auswirken. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit mit einer Quote von 6,4 Prozent (2015) werde sich in den kommenden beiden Jahren mit einer Quote von jeweils 6,3 Prozent kaum noch fortsetzen. Zwar werde die Erwerbstätigkeit kräftig zulegen, gleichzeitig aber auch das Angebot an Arbeitskraft. Das zusätzliche Potenzial aus der Flüchtlingsmigration beziffert das IfW bis 2017 auf 470 000 Menschen.

Um Flüchtlinge leichter in Arbeit zu bringen, schlägt IfW-Präsident Dennis Snower staatliche Lohnsubventionen über Beschäftigungsgutscheine vor. “Damit sinken die Kosten für den Arbeitgeber”, sagte Snower. “Der Unternehmer kann den Mindestlohn zahlen und hat dennoch niedrigere Kosten für eine begrenzte Zeit, in der sich der Flüchtling einarbeiten kann.” Auf diese Weise könnten auch Sozialhilfekosten gesenkt werden.

Quelle: dpa-AFX

Foto: Carsten Rehder

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 8/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Durchstarter Indien – Führungskräfte absichern – Bausparen – US-Immobilien


Ab dem 20. Juli im Handel.

Cash. 7/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

US-Aktien – Unfallpolicen – Altersvorsorge – Ferienimmobilien

+ Heft im Heft: Cash.Special Vermögensverwaltende Fonds

Versicherungen

Winninger findet weiteren Partner

Die Winninger AG hat mit der Wifo GmbH einen neuen Partner beim Ankauf von Lebensversicherungen gewonnen. Über die Wifo-Plattform will Winninger die Möglichkeit anbieten, in wenigen Schritten einen Kaufvertrag herunterzuladen, der von Winninger bereits unterschrieben ist und damit ein verbindliches Angebot an den Kunden darstellt.

mehr ...

Investmentfonds

Saudi-Arabien auf dem Weg zum Schwellenland

In Saudi-Arabien wird in Kürze eine der größten börsennotierten Gesellschaften der Welt entstehen. Indexorientierte Anleger, die in Schwellenmärkte investieren wollten, müssen das Land künftig stärker in den Fokus nehmen, sagt Charles Sunnucks, Jupiter Asset Management. 

mehr ...
21.07.2017

Trendwende bei Gold

Berater

Liebe Verbraucherschützer, ist das Ihr Ernst?

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) fordert einmal mehr ein Provisionsverbot im Finanzvertrieb. Doch die Argumente werden immer abenteuerlicher. Der Löwer-Kommentar

mehr ...

Sachwertanlagen

Fondsbeteiligung: Was geschieht bei Tod des Anlegers?

Das durchschnittliche Alter von Fondsinvestoren ist vergleichsweise hoch. Daher sind Erbfälle mit Anteilen an geschlossenen Fonds keine Seltenheit. Was geschieht jedoch mit einer Fondsbeteiligung im Todesfalle eines Anlegers?

mehr ...

Recht

Laufende Bestandsprüfungen keine Maklerpflicht

Makler sind nicht dazu verpflichtet turnusmäßige Gespräche mit ihren Kunden zu führen oder bei der Übernahme laufender Verträge in die Betreuung eine Risikoanalyse durchzuführen. Dies gilt jedenfalls, wenn kein konkreter Anlass vorliegt, so das OLG Frankfurt. Gastbeitrag von Jürgen Evers, Kanzlei Blanke Meier Evers Rechtsanwälte

mehr ...