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26. November 2015, 07:35
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Nervöse Zeiten

Michael Beck, Leiter Asset Management beim Stuttgarter Bankhaus Ellwanger & Geiger, mit seiner Einschätzung zur Lage an den Kapitalmärkten.

Michael Beck-Kopie in Nervöse Zeiten

Michael Beck, Ellwanger & Geiger

Eigentlich könnten die Rahmenbedingungen für die europäischen Finanzmärkte nicht besser sein. Der vielbeachtete europäische Einkaufsmanagerindex Composite, der als Frühindikator die Wirtschaftstätigkeit in der Industrie und im Dienstleistungssektor abbildet, stieg auf den höchsten Stand seit Mitte 2011. Dies zeigt mit dem ebenfalls gestiegenen deutschen Frühindikator „Ifo-Geschäftsklimaindex“, dass die Wirtschaft von den jüngsten Terroranschlägen unbeeindruckt ist.

Investoren agieren vorsichtiger

Für Verunsicherung sorgte dagegen trotz der positiven Wirtschaftsdatenlage der Abschuss der russischen Maschine durch das türkische Militär. Da diesem Abschuss eine intensive Vorgeschichte voranging, scheint es sich bei diesem Vorfall nicht nur um ein Versehen eines überforderten Grenzkommandeurs zu handeln. Die Sorge vor einer weiteren Eskalation ließ Investoren vorsichtiger agieren.

Verhaltene Jahresendrallye möglich?

Da sich hoffentlich die Wogen glätten werden und die Vernunft sich durchsetzen wird, dürften die Auswirkungen auf die Finanzmärkte wie immer in solchen Fällen eher kurzfristiger und begrenzter Natur sein. Es wäre schön, wenn zum Jahresende wieder rein wirtschaftsorientierte Nachrichten die Oberhand gewinnen würden. Dann könnte der Weg für eine zumindest verhaltene Jahresendrally offen sein.

Foto: Ellwanger & Geiger

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