Anzeige
Anzeige
28. August 2015, 09:51
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Umweltfreundlicher Treibstoff für Schiffe braucht Anschub

Die maritime Wirtschaft will mit staatlicher Hilfe flüssiges Erdgas als Treibstoff in der Schifffahrt durchsetzen. “Es sprechen nicht nur Umweltgründe, sondern auch wirtschaftliche Argumente für LNG”, sagte Georg Ehrmann, Geschäftsführer der Maritimen LNG Plattform, am Donnerstag in Hamburg.

Shutterstock 292398590 in Umweltfreundlicher Treibstoff für Schiffe braucht Anschub

Bislang fahren nur wenige Schiffe mit LNG. Grund sind die Mehrkosten beim Einbau eines LNG-Antriebs von rund 20 bis 30 Prozent.

LNG (Liquefied Natural Gas) ist Erdgas, das auf minus 165 Grad Celsius heruntergekühlt ist und damit flüssig. Im Gegensatz zum bislang verwendeten Schweröl enthält LNG keinen Schwefel und verursacht keine Stickoxide und weniger Kohlendioxid.

Das Problem: Bislang fahren nur wenige Schiffe mit LNG, vor allem Fähren und Transportschiffe in Skandinavien. Grund sind die Mehrkosten beim Einbau eines LNG-Antriebs von rund 20 bis 30 Prozent, der sich nicht durch den Betrieb des Schiffes refinanzieren lasse.

Importlager in den Niederlanden

“An diesem harten wirtschaftlichen Fakt kommen wir nicht vorbei”, sagte Ralf Nagel, Geschäftsführendes Präsidiumsmitglied beim Verband Deutscher Reeder (VDR). Die maritimen Verbände fordern deshalb von der Bundesregierung, dass sie Neu- und Umbauten von LNG-Schiffen mit bis zu 15 Millionen Euro pro Schiff fördern möge. Dazu solle der Staat jährlich 150 Millionen Euro ausgeben – nicht als Dauersubvention, sondern als Anschubfinanzierung.

Wird heute in Deutschland LNG benötigt, so wird es in der Regel per Lastwagen aus den Niederlanden herbeigebracht, wo es große LNG-Importlager gibt.

Beste Sicherheitsbilanz

“Wenn wir in Deutschland eine eigene Infrastruktur wollen, dann müssen wir zunächst die Nachfrage steigern”, sagte Ehrmann. Konzerne wie Shell würden dann entsprechend investieren und LNG-Tankstellen errichten. Auch eine flexible Versorgung über LNG-Tankschiffe sei möglich.

Gegen LNG gebe es noch viele Vorurteile, obgleich es nicht gefährlicher sei als andere Kraftstoffe, sagte der Chef der LNG-Initiative, in der rund 70 Unternehmen, Verbände und Häfen zusammengeschlossen sind. Vielmehr hätten LNG-Schiffe die beste Sicherheitsbilanz aller Schiffstypen.

Quelle: dpa-AFX

Foto: Shutterstock

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

ÖPPs sollen für bessere Einkommensabsicherung sorgen

Öffentlich-private Partnerschaften (“Public-private-Partnership”) zwischen Regierung, Unternehmen, Versicherungsgesellschaften und Einzelpersonen können der entscheidende Lösungsansatz sein, um Lücken in der Einkommensabsicherung zu schließen. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie der Zurich Versicherung.

mehr ...

Immobilien

Einzelhandel: Modebranche vor dem Umbruch

Die Anforderungen der Kunden an den Einzelhandel ändern sich. Damit ändern sich auch die Ansprüche der Mieter. Welche Herausforderungen die Branche erwartet und welche Vorstellungen die Mieter von Handelsimmobilien von der Zukunft haben, hat der Investor in Handelsimmobilien ILG untersucht.

mehr ...

Investmentfonds

Monega verwaltet neuen Fonds von Wieland Staud

Die Monega Kapitalanlagegesellschaft (KAG) mbH mit Sitz in Köln hat zusammen mit der Staud Research GmbH, Bad Homburg, und der Greiff capital management AG, Freiburg, den neuen StaudFonds aufgelegt.

mehr ...

Berater

Geldanlage: Deutsche schätzen Renditechancen falsch ein

Viele Bundesbürger haben falsche Vorstellungen von den Renditechancen verschiedener Anlageformen. Das geht aus einer aktuellen Umfrage von Kantar Emnid im Auftrag der Fondsgesellschaft Fidelity International hervor. Demnach unterschätzt eine Mehrheit der Deutschen zudem den Zinseszinseffekt bei Fonds.

mehr ...

Sachwertanlagen

Die Krux mit dem Verfallsdatum

Die neueste Cash.-Markterhebung und eine aktuelle Mitteilung der BaFin lenken den Blick auf eine spezielle Vorschrift für Vermögensanlagen-Emissionen. Einsichtig ist diese nicht – und ein Risiko auch für den Vertrieb. Der Löwer-Kommentar

mehr ...

Recht

Erbrecht: Ausgleichspflicht bei Berliner Testamenten

Das sogenannte Berliner Testament ist in Deutschland eine der beliebtesten und zahlenmäßig häufigsten Testierformen. In der Praxis kann dabei jedoch zu erheblichen Komplikationen kommen, etwa was die Ausgleichspflichten der Erben angeht.

mehr ...