Gold erreicht Sechsjahreshoch – Tendenz steigend

Die Sorgen vor einem wirtschaftlichen Abschwung nehmen derzeit drastisch zu – nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Der Handelskonflikt zwischen den USA und China, Brexit-Ängste in Europa sowie protektionistische Strömungen in vielen Staaten der Welt sorgen für Verunsicherung am Kapitalmarkt. Was dies nun für Anleger bedeutet.

Zusätzlich zeigen viele wichtige, volkswirtschaftliche Indikatoren in eine negative Richtung. Am Edelmetallmarkt gibt es eine gegenteilige Tendenz: Der Goldpreis hat erst kürzlich den höchsten Stand seit sechs Jahren erreicht.

Immobilien- und Aktienmärkte haben sich verteuert

Der steile Anstieg des Goldpreises kommt für viele Experten nicht überraschend. Das anhaltende Niedrigzinsumfeld hat klassische Geldanlagen wie Rentensparpläne und Lebensversicherungen seit Jahren unattraktiv gemacht.

Die Immobilien- und Aktienmärkte haben sich in derselben Zeit, aufgrund hoher Kapitalzuflüsse, deutlich verteuert und in vielen Regionen und Märkten zu Blasenbildung geführt. Entsprechend voraussehbar war ein Anstieg des Goldpreises bei einer Verschlechterung der weltwirtschaftlichen Lage.

Die Edelmetallspezialisten der Golden Gates Edelmetalle GmbH aus Görlitz hatten bereits im Sommer 2018 Investoren vor den hohen weltwirtschaftlichen Risiken gewarnt und zu einer Umschichtung in Gold, Silber sowie anderen Edel- und Technologiemetalle geraten.

Experten rechnen mit steigenden Goldpreisen

„Wer sein Vermögen schützen möchte, sollte sich entschließen in Gold zu investieren und von dem derzeit niedrigen Preis des Edelmetalls zu profitieren“, riet Herbert Behr, Geschäftsführer der Golden Gates Edelmetalle GmbH vor einem Jahr, als der Goldpreis bei unter 1.300 US-Dollar lag. Derzeit wird die Feinunze Gold mit 1.536,50 US-Dollar gehandelt (Stand: 28.08.19).

Trotz der enormen Preissteigerungen des Goldpreises rechnen Experten weiterhin mit einer sehr hohen Nachfrage nach Edelmetallen. Das niedrige Zinsniveau wird weltweit tendenziell aufrechterhalten und gleichzeitig verschlechtern sich die weltwirtschaftlichen Aussichten.

Die Flucht in den „sicheren Hafen“ Gold ist weiterhin voll im Gang. Herbert Behr, Geschäftsführer der Golden Gates Edelmetalle GmbH kommentiert das aktuell große Interesse an Edelmetallen: „In wirtschaftlich schwierigen Zeiten kann es nicht um spektakuläre Gewinne gehen, sondern primär um den Vermögensschutz. Und genau dafür sind Edelmetalle eine interessante Option.“

Goldsparpläne als Altersvorsorge

Von einer Preisblase kann trotz der Rekordmeldungen keine Rede sein, vor allem bei einer langfristigen Betrachtung des Goldpreises. Das Rekordhoch lag 2011 mit 1.900 US-Dollar für eine Feinunze weit über dem heutigen Niveau.

Gold sei zudem wichtig zur Diversifikation des Vermögens, da sich damit der schleichende Verlust der Kaufkraft auffangen lassen, erklärt Golden Gates Chef Herbert Behr. Zudem verbessere Gold die Risiko-Streuung in jedem Anleger-Portfolio, weil es keine oder nur eine geringe Wechselbeziehung mit anderen Anlageklassen aufweise.

 

Foto: Shutterstock

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