25. Juni 2019, 13:00
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Handelsstreit: Wie Europa und Schwellenländer profitieren könnten

Der Handelskrieg zwischen den USA und China dürfte sich verschärfen, da die Gespräche auf dem G20-Gipfel vermutlich scheitern werden. „Wenn der Handelskrieg seinen Höhepunkt erreicht, wird er in den USA, Indien und Europa erhebliche Chancen bieten.“ Ein Kommentar von Sébastien Galy, Senior-Makrostratege bei Nordea Asset Management, zur Entwicklung der verschiedenen Assetklassen.

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US-Aktien – durch raue Gewässer
Die Auswirkungen der Zölle dürften sich im nächsten Jahr verstärken und Wachstumsaktien wie Apple und Konsumgüter wie Nike und einige Hotels erschüttern. IT-Aktien könnten in einer Zeit, in der der Aktienmarkt teilweise einen Deal eingepreist hat, turbulent bleiben. Vergeltungsmaßnahmen dürften besonders Prestigetitel treffen, z. B. FedEx, gegen das derzeit eine Untersuchung läuft, und Apple, das mit Huawei konkurriert.

Defensiverer Portoliomix scheint eine gute Entscheidung

Daher ist im Vorfeld des G20-Gipfels ein defensiverer Portfoliomix wahrscheinlich eine gute Entscheidung. Aber jenseits dieser rauen Gewässer sind die Aussichten für Wachstumswerte positiv. Betrachtet man die US-Wirtschaftslandschaft, so stellt man fest, dass das vom Dienstleistungssektor angeführte Wachstum in den USA robust bleiben sollte.

Zwar werden die Verlangsamung in China und die chinesischen Zölle sicherlich das verarbeitende Gewerbe treffen, aber die USA sind im Wesentlichen eine Dienstleistungswirtschaft. Die Erschütterung sorgt für eine geringe Deflation in Bezug auf die Wirtschaft, während die Zölle eine gewisse importierte Inflation implizieren, die mit der Ausweitung der Zölle zunehmen dürfte. Die Fed wird dies munter ignorieren und sich weiterhin verstärkt auf das anhaltend niedrige Inflationsniveau konzentrieren.

Dies hängt zu einem großen Teil mit der Kostensenkung von Schwergewichten in reifen Sektoren zusammen. Sie verschlanken sich, passen sich an und sind innovativ (z. B. Bestellautomaten bei McDonald’s). Das Ergebnis ist eine produktivere Wirtschaft und eine Fed, die sich möglicherweise auf dem besten Weg befindet, mehr als die beiden vom Markt erwarteten Zinssenkungen durchzuführen. Dies würde Aktien stützen.

Festverzinsliche US-Anlagen

Bei den festverzinslichen US-Anlagen ist das Thema nun eine Rezession im Jahr 2021. Der US-Konjunkturzyklus wird zu einem großen Teil vom Dienstleistungssektor angetrieben, der sehr beständig ist. Nur die Art der Dienstleistungen ändert sich. Apple durchläuft eine Berg- und Talfahrt. Uber erreicht ein reiferes Stadium und liefert immer noch negative Cashflows.

 

Seite 2: Prognose zu Emerging Markets und europäischen Aktien

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