26. August 2019, 12:30
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Investorenstimmung zwischen Hoffen und Bangen

Die Korrektur der Aktienmärkte lag in der Luft und überraschte daher nicht besonders. Nach einer temporären Euphoriewelle hat sich die Investorenstimmung mittlerweile wieder normalisiert. Denn es handelte sich um eine technische Marktreaktion und war nicht ausgelöst aufgrund fundamentaler Daten.  Ein Kommentar von Beat Thoma, CIO bei Fisch Asset Management in Zürich.

Thoma-Beat-Fisch-AM-Kopie in Investorenstimmung zwischen Hoffen und Bangen

Diese können sich unverändert sehen lassen, wenngleich wir auch die Gefahrenherde nicht außer Acht lassen dürfen. Die jüngsten wirtschaftlichen Nachrichten, beispielsweise zu diversen Einkaufsmanager-Indizes aus Europa, zeigen eine leichte Erholung der konjunkturellen Lage.

Gefahrenherde bestehen weiter

Die Signale aus den USA sind weiterhin ermutigend, wie die Abnahme der Arbeitslosenanträge unterstreicht. Und der Dritte im wichtigen Bunde der großen Wirtschaftsräume, China, scheint zumindest keine negativen Einflüsse zu haben.

Die chinesische Währung und der Kupferpreis, zwei für unsere Einschätzungen wichtige Parameter, bröckelten zwar, sind aber nicht nach unten ausgebrochen. Da auch andere Metalle relativ stabil blieben, sehen wir keine extremen Warnsignale.

Dennoch gibt es Gefahrenherde wie beispielsweise die Verschärfung der Handelsstreitigkeiten zwischen China und den USA, das Nullwachstum in Deutschland  und die kommenden Wahlen in Italien oder die Brexit-Thematik. Insofern ist die Investorenstimmung zwischen Hoffen und Bangen.

US-amerikanischer Aktienmarkt rund zwei Prozent unter All-time-high

Die sehr gute Geldversorgung durch wichtige Notenbanken und ein akzeptables globales Wirtschaftswachstum sind aus unserer Sicht weiterhin Grundlagen für das Goldilocks-Szenario, welches trotz der jüngsten Korrektur immer noch vorherrscht. So liegt der US-amerikanische Aktienmarkt lediglich rund zwei Prozent unter seinem All-time-high.

Investoren sollten daher immer noch ein wenig Risiko in Kauf nehmen, aber dennoch zunehmend Vorsicht walten lassen. Denn die ‚Wall of worry‘ lässt sich selbstverständlich nicht ewig erklimmen. Die vorübergehende Unruhe wurde im Kreditmarkt weniger bestätigt als in den Aktienmärkten.

Aktieninvestoren sollten sich nun positionieren

Momentan dürften Papiere im Segment High Yield mehr Chancen bieten als im Bereich Investment Grade. Hier erscheint eine abwartende Haltung erst einmal sinnvoll.

Und Aktieninvestoren sollten nun verstärkt in Betracht ziehen, ob sie möglichen Rückschlägen vorbeugen und die Anlageklasse der Wandelanleihen nutzen, um von deren Eigenschaften zu profitieren.

Insgesamt bleiben wir leicht positiv für die Finanzmärkte. Warnsignale wären die Eskalation der Handelsstreitigkeiten oder Einbrüche des Kupferpreises sowie der chinesischen Währung, welche dann rasche Portfolio-Justierungen nach sich ziehen sollten.

Foto: Fisch Asset Management

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