6. August 2019, 10:00
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Schwellenländer: Gute Aussichten für Indien und Indonesien

Die jüngsten geldpolitischen Lockerungen der großen Notenbanken sind für viele asiatische Schwellenländer eine gute Nachricht. Sie öffnen den Spielraum für notwendige Investitionen und Reformen. Derzeitige Favoriten des Asian Equity Teams von Nikko Asset Management sind Indien und Indonesien.

EM-Schild in Schwellenländer: Gute Aussichten für Indien und Indonesien

Der erneut eingeschlagene Lockerungskurs der großen Zentralbanken verschafft vielen Schwellenländern, die zuletzt aufgrund ihrer Abhängigkeit von Kapitalimporten unter Druck standen, eine Atempause.

Unabhängigkeit im Handel und schnelle Veränderungen machen Indien attraktiv für Anleger

Jetzt bleibt abzuwarten, ob die Lockerungswelle, die derzeit über den Globus rollt, den konjunkturellen Gegenwind, den die weltweit steigenden Handelsspannungen verursachen, tatsächlich abmildert.

Auf lange Sicht wird Asiens strukturelle Wachstumsstory weitergehen, die von Konsumsteigerungen und konjunkturfördernden Reformen vorangetrieben wird. Letztere sind nach den jüngsten Wahlergebnissen vor allem in Indien und Indonesien zu erwarten.

In Indien muss auf politischer Ebene zwar noch viel getan werden, doch Veränderungen in den Bereichen Infrastruktur, Wohnungsbau und Gesundheitswesen können schnell realisiert werden.

Weitere Herausforderungen für Indien

Längerfristig müssen das Produktivitätswachstum und die Herausforderungen der Urbanisierung angegangen werden.

Zwar lauern im Hintergrund nach wie vor Risiken, doch aufgrund des lockeren Zinsumfelds lastet nun viel weniger Druck auf Indiens Wirtschaft als im letzten Jahr.

Die geringe Abhängigkeit vom Handel ist aktuell ohnehin ein Vorteil für das Land. Einstweilen bleiben wir im Immobilienentwicklungsgeschäft und im Privatbankensektor investiert und haben kürzlich unsere Positionen im Konsumgüterbereich ausgebaut.

Indonesien: Infrakstruktur kommt in die Gänge

Unser bevorzugtes Land in der ASEAN-Region ist Indonesien, das von den erwarteten politischen Reformen der wiedergewählten Regierung profitieren wird. Ausgestattet mit einem starken neuen Mandat kann sie jetzt die im gesamten Land dringend benötigten Infrastrukturprojekte auf den Weg bringen.

Auf lange Sicht muss auf jeden Fall auch das Arbeitsrecht reformiert werden, damit Indonesien in der Region wettbewerbsfähig bleibt. Kurzfristig rechnen wir mit einer zyklischen Verbesserung der Verbraucherausgaben und Industrieinvestitionen.

Die niedrigen Zinsen sowie eine Heraufstufung Indonesiens in Länderratings dürften sowohl die zu erwartende Erholung des Konsums als auch das zunehmend solider aufgestellte Bankensystem zusätzlich unterstützen.

 

Foto: Shutterstock

 

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