Anzeige
Anzeige
7. April 2016, 08:15
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Sachwert-Emissionen: Regulierung ist keine Garantie

Trotz staatlicher Kontrolle und besserer Konzepte: Bei Sachwert-Emissionen bleiben weiterhin auch Risiken. Manche davon sind unvermeidlich, andere hausgemacht. Worauf sollten Anleger und Vermittler achten?

Gastbeitrag von Stefan Löwer, G.U.B. Analyse

Anlegergeld

Gerade in dem halb-regulierten Bereich, der mit dem KAGB Mitte 2013 eigentlich für tot oder zumindest tiefgrau gehalten worden war, tut sich erstaunlich viel.

Sachwert-Emissionen sind heute ohne staatliche Aufsicht kaum noch möglich: Sie fallen entweder als alternative Investmentfonds (AIF) unter das Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) oder als sonstige Emissionen unter das Vermögensanlagengesetz.

Jede Anlageform hat ihre Stärken – und Risiken

Komplett unreguliert sind derzeit nur noch bestimmte direkte Investitionen sowie der Kauf von Eigentumswohnungen oder ganzer Immobilien. Dem “grauen” Kapitalmarkt früherer Jahre ist die Branche damit längst entwachsen.

Das betrifft nicht nur die voll regulierten AIF, sondern auch Emissionen nach dem Vermögensanlagengesetz, die seit dem Inkrafttreten des Kleinanlegerschutzgesetzes im Juli 2015 weitaus höhere Anforderungen erfüllen müssen und einer – zumindest generellen – Aufsicht der Bafin unterliegen.

Gerade in diesem halb-regulierten Bereich, der mit dem KAGB Mitte 2013 eigentlich für tot oder zumindest tiefgrau gehalten worden war, tut sich erstaunlich viel. Diese Angebote waren 2015 sogar noch in der Überzahl und sind keinesfalls generell schlechter oder riskanter als AIF.

Höchstes Regulierungsniveau: AIF

Vielmehr hat jede Anlageform ihre Stärken, aber auch spezielle Risiken. Doch beginnen wir mit dem höchsten Regulierungsniveau, den AIF also. Sie zählen unter anderem deshalb zum “weißen” Kapitalmarkt, weil sie bestimmte Produktvorschriften sowie diverse organisatorische Anforderungen an die Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) erfüllen müssen und einer permanenten Kontrolle der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) unterliegen.

Zudem muss eine externe Verwahrstelle die Zahlungsströme überwachen, und die Bafin prüft die fachliche Eignung und Zuverlässigkeit der Geschäftsleiter. Doch trotz der staatlichen Aufsicht: Auch bei AIF gibt es Risiken. Zum einen prüft die Bafin auch bei AIF nicht die Qualität der Investition und die wirtschaftlichen Erfolgsaussichten.

Seite zwei: Behörde kann Performance nicht garantieren 

Weiter lesen: 1 2 3

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 10/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Betriebliche Krankenversicherung - Mobile Asset Fonds - Immobilienpreise - Nachfolgeplanung

Ab dem 14. September im Handel.

 

Rendite+ 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Ferienimmobilien - Niedrigzinsen - Preisrallye Gewerbeimmobilien - Immobilienkredite

Versicherungen

Die fairsten Privat-Haftpflichtversicherer aus Kundensicht

Welche Anbieter von Privat-Haftpflichversicherungen sind in den Augen ihrer Kunden die Fairsten am Markt? Das Beratungsunternehmen Servicevalue hat hierzu die Kunden von insgesamt 30 Versicherern befragt. Zehn Gesellschaften erhielten die Bewertung “sehr gut”.

mehr ...

Immobilien

Fehlendes Bauland treibt Grundstückspreise in Deutschland

Fehlende Grundstücke und fehlendes Baurecht sind nach einer neuen Studie des Bundes die entscheidende Hürde für bezahlbare neue Wohnungen in Deutschlands Großstädten. Vor allem in den Metropolen trage auch Grundstücksspekulation dazu bei, die Preise in die Höhe zu treiben.

mehr ...

Investmentfonds

Ethna ändert Fondsausrichtung

Die Ethenea Independent Investors S.A. ändert die Ausrichtung für den offensivsten Fonds ihrer Produktpalette, den Ethna-Dynamisch, und nimmt eine Mindestaktienquote von 25 Prozent in die Anlagebedingungen des Verkaufsprospektes auf.

mehr ...

Berater

BCA ordnet Ressortverantwortlichkeit neu

Seit dem 23. August 2017 hat der Maklerpool BCA AG mit Rolf Schünemann einen neuen Vorstandsvorsitzenden. Einhergehend hierzu wurde die Führungsmannschaft beim Vollsortimenter betreffend Ressortverantwortlichkeit neu aufgestellt, um den Konzern auf die aktuelle Unternehmensstrategie bestmöglich auszurichten.

mehr ...

Sachwertanlagen

Investitionen in Pflegeheime für US-Senioren

Der Asset Manager Deutsche Finance Group aus München investiert in einen institutionellen Zielfonds mit der Fokussierung auf Pflegeeinrichtungen in den USA.

mehr ...

Recht

Erbschaftsteuer: Geerbter Pflichtteilsanspruch muss versteuert werden

Ein vom Erblasser nicht geltend gemachter Pflichtteilsanspruch ist Teil des Nachlasses und muss daher vom Erben versteuert werden. Dabei kommt es nicht darauf an, dass der Pflichtteilsanspruchs durch den Erben geltend gemacht wurde. Das hat der Bundesfinanzhof (BFH) entschieden.

mehr ...