Buss Capital: Corona-Rückschlag für Offshore-Investments

Foto: Buss Capital
20-Fuß-Container

Alle 34 Tank- und Standardcontainer-Direktinvestments des Asset Managers Buss Capital haben bis zum 30. Mai 2020 vertragsgemäße oder überplanmäßige Auszahlungen an die Anleger geleistet. Die zehn Offshore-Direktinvestments blieben dagegen hinter den Erwartungen zurück und müssen wegen Corona einen Rückschlag hinnehmen.

Alle 34 Tank- und Standardcontainer-Direktinvestments des Asset Managers Buss Capital haben bis zum 30. Mai 2020 vertragsgemäße oder überplanmäßige Auszahlungen an die Anleger geleistet. Die zehn Offshore-Direktinvestments blieben dagegen hinter den Erwartungen zurück und müssen wegen Corona einen Rückschlag hinnehmen.

Das geht aus dem “Investmentreport 2019/2020” hervor, den Buss Capital nun veröffentlicht hat. Insgesamt hat das Unternehmen demnach 44 Direktinvestments mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 212 Millionen Euro an private Anleger vertrieben. Davon wurden bisher 34 Direktinvestments mit einem Volumen von rund 148 Millionen Euro aufgelöst.

Die 34 Publikums-Direktinvestments in Standard- und Tankcontainer haben bis Ende Mai 2020 Mietzahlungen von rund 17,3 Millionen US-Dollar und rund 24,3 Millionen Euro sowie Rückkaufpreiszahlungen von rund 37,1 Millionen US-Dollar und rund 92 Millionen Euro geleistet.

Hintergrund war der Verkauf der Tankcontainerflotte mit rund 51.200 CEU (Cost equivalent Unit) an eine Tochtergesellschaft der französischen Staatsbahn, Ermewa Intermodal (Suisse). Der Verkauf war die größte Tankcontainer-Transaktion der letzten Jahre.

Offshore-Investments deutlich unter Plan

Die zehn Offshore-Direktinvestments (Container zum Einsatz speziell auf Ölbohr- und Förderplattformen) liegen dem Report zufolge wegen des schwachen Marktumfelds hingegen deutlich unter Plan, auch gegenüber einer 2016 beschlossenen Umstrukturierung. “Der langsam anziehende Trend der Vorjahre setzte sich auch im Jahr 2020 zunächst fort, bis die negativen Effekte durch die Corona-Pandemie wieder zu deutlichen Marktverwerfungen führten”, heißt es in dem Report.

Die Vermietungsstruktur der Container werde im ersten Halbjahr optimiert. Nachdem eine grundsätzliche Einigung bereits erreicht wurde, sei aufgrund der aktuellen Coronakrise und ihren Folgeerscheinungen – wie insbesondere ein dramatisch gesunkener Ölpreis – noch unklar, ob und wenn ja wann diese Umstrukturierung tatsächlich wie vereinbart umgesetzt werden könne. “Weiterhin wird ein Kapitalerhalt angestrebt, der jedoch eine weitere Verlängerung der Laufzeit erfordern wird”, so die Ankündigung.

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