Branchengipfel Sachwertanlagen 2021: Fast alle Signale auf grün

Stefan Löwer, Leiter Cash.-Ressort Sachwertanlagen

Deutsche Privathaushalte haben einen Geldberg von 7,3 Billionen Euro aufgetürmt, sind mit Inflation und Minus-Zinsen konfrontiert und suchen händeringend Rendite. Sachwertanlagen können helfen. Auch braucht das Land riesige Investitionen in Klimaschutz, Wohnungsbau und Digitalisierung. Sachwertanlagen sind ideale Vehikel, um hierfür Kapital zu mobilisieren und zugleich den Anlage-Notstand zu lindern.

Die Signale für die Branche stehen also auf grün. Das wurde beim Cash. Branchengipfel deutlich. Das Geschäft hat spürbar angezogen, insbesondere mit der Klientel, für die sich Geldentwertung und Minus-Zinsen nun auf bis zu fünf Prozent pro Jahr summieren. Nachhaltigkeit kann ein weiterer Turbo sein. Auch wenn die vielen neuen Vorschriften zunächst eine Herausforderung sind: Die Branche kann hier konkrete Investitionen vorzeigen, nicht nur blumige „ESG-Grundsätze“. Und nicht zuletzt wird der durch Corona erzwungene Digitalisierungs-Schub auch nach der Pandemie hilfreich sein.

Ein wichtiges Signal allerdings fehlt noch: Die Politik. Noch ist offen, ob sie endlich ihre Vorurteile beiseite schiebt und das gewaltige Potenzial der Sachwertbranche erkennt, privates Kapital für die erforderlichen Investitionen aufzubringen. Die Manager wünschen sich vor allem schnellere (Bau-)Genehmigungsverfahren sowie weniger Bürokratie und haben überraschend wenig für Steuervorteile oder ähnliche Anreize übrig. So bleibt abzuwarten, ob auch die „Ampel“-Ampel noch auf grün spingt.

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