MIG Fonds investieren in weiteres Startup

Symbolbild

Die Venture Capital Fonds der MIG AG starten das Jahr 2021 mit einer Beteiligung an dem erst im Sommer 2020 gegründeten Deep-Tech Unternehmen Zadient Technologies mit Sitz in Chambéry, Frankreich.

An der von MIG geführten Seed-Finanzierungsrunde beteiligt sich einer Mitteilung der MIG AG zufolge mit Vestel Ventures, der Beteiligungsgesellschaft des führenden türkischen Herstellers von Consumer Electronic Vestel, ein weiterer internationaler Investor.

Zadient ist demnach auf die Herstellung von Siliziumkarbid (SiC) als Basis für Leistungshalbleiter spezialisiert, die unter anderem im stark wachsenden Markt der Elektrofahrzeuge eingesetzt werden. Die bisher gebräuchlichen SiC-Verarbeitungsverfahren sind hochkomplex und teuer. Letztlich entscheidet die Qualität der Kristalle direkt über die Kosten in der Halbleiterproduktion. Zadients Innovation liegt der Mitteilung zufolge in der signifikanten Verbesserung des Herstellungsprozesses und damit erzielbaren Kosten- und Qualitätsvorteilen in der Halbleiter-Produktion. Die erste Finanzierungsrunde dient der Entwicklung der Technologie bis zum Markteintritt. 

Ehemaliger CTO von Siltectra als Mitgründer

MIG knüpft mit dem Engagement bei Zadient an einer früheren erfolgreichen Beteiligung an. 2018 veräußerte MIG das Portfoliounternehmen Siltectra an Infineon für einen signifikanten Millionen Euro Betrag. Zadient ist wie Siltectra im Siliziumkarbid-Markt tätig, fokussiert jedoch seine Aktivitäten auf ein früheres Stadium der Wertschöpfungskette. Die MIG Fonds bringen damit wichtiges Know-how ein, unter anderem in der Person von Dr. Jan Richter, dem ehemaligen CTO von Siltectra, als Mitgründer von Zadient. 

Dr. Sören Hein, Partner der MIG AG, sagt: „Wir freuen uns, bereits das zweite erfolgversprechende Unternehmen im spannenden Siliziumkarbid-Markt zu finanzieren und dabei unsere Netzwerke und Erfahrungen einbringen zu können“.

Zadient ist das erste Investment von MIG in Frankreich und nach Innatera (Niederlande, 2020), IQM (Finnland, 2019) sowie Liva Healthcare (Dänemark, 2019) das vierte Portfoliounternehmen der MIG Fonds außerhalb des deutschsprachigen Raums. Michael Motschmann, Vorstand der MIG AG: „Mit dem Einstieg in unser erstes französisches Investment stärken wir die internationale Ausrichtung unseres Portfolios und sind damit in einem der dynamischsten europäischen Märkte für innovative Deep-Tech Gründungen engagiert.“

Die MIG Verwaltungs AG (MIG AG) investiert nach eigener Darstellung über MIG Fonds in junge Deep Tech- und Life Sciences-Unternehmen im deutschsprachigen Europa und darüber hinaus. Unter „Deep Tech“ wird üblicherweise die Entwicklung disruptiver technischer Innovationen verstanden, also grundlegender Neuerungen. Aktuell besteht das MIG-Beteiligungsportfolio aus 29 Unternehmen. 

Foto: Shutterstock

 

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