Walnut holt Asuco, Project und Solvium auf die Online-Plattform

Porträt von Walnut Geschäftsführer Lars Gentz
Foto: Walnut
Lars Gentz, Geschäfsführer Walnut

Die Walnut GmbH, Schwestergesellschaft der RWB PrivateCapital Emissionshaus AG, hat drei weitere Sachwertanbieter in ihre Online-Beratungsplattform integriert und will dies noch ausbauen. Dazu zählen sowohl alternative Investmentfonds (AIFs) als auch Vermögensanlagen.

Die browsergestützte Webanwendung „Walnut Live“ ermöglicht die Online-Anlageberatung und -vermittlung von AIFs und Vermögensanlagen inklusive eines vollständig digitalen Zeichnungsprozesses. Die Technologie ist bereits seit 2019 als White-Label-Lösung bei der RWB für deren Private-Equity-Dachfonds im Einsatz. Seit Ende 2020 nutzt sie auch der auf Wohnungsbau-Projektentwicklungen spezialisierte Fondsanbieter Project.

Nun öffnet Walnut die Plattform für weitere Emissionshäuser. Ab sofort können Berater auch auf die Vermögensanlagen des Zweitmarkt-Spezialisten Asuco und des auf Logistik-Equipment fokussierten Anbieters Solvium zugreifen. „Weitere Sachwertanbieter folgen in Kürze“, heißt es von Walnut.

„Das Walnut Live ermöglicht es Beratern, sich persönlich mit dem Kunden im digitalen Raum zu treffen, ausgewählte Kapitalanlagen zu besprechen, Zeichnungsstrecken gemeinsam auszufüllen und sofort abzuschließen – natürlich FinVermV-konform“, sagt Lars Gentz, Geschäftsführer der Walnut GmbH. Die Anwendung erfolgt rein Web-basiert. Die Installation einer App ist weder auf dem Rechner des Kunden noch des Beraters erforderlich, betonte er anlässlich eines Online-Pressegesprächs.

Abschluss per Maus, Tabletstift oder Touch-Funktion

Die Technologie ermöglicht nach Angaben des Unternehmens von der Profilerfassung der Kunden bis zum Zeichnungsabschluss einen vollständig digitalen, transparenten und rechtskonformen Beratungs- und Vermittlungsprozess einschließlich Plausibilitäts- und Vollständigkeitsprüfungen. Dabei generiert das Walnut System auch die erforderlichen Dokumente und den Zeichnungsantrag. Die Kundin oder der Kunde kann diesen anschließend per Maus, Tabletstift oder Touch-Funktion unterzeichnen – inklusive nachfolgender geldwäscherechtlicher Legitimationsprüfung. Alle Schritte werden automatisch protokolliert und archiviert. Ebenso können die Gespräche den gesetzlichen Regularien entsprechend aufgezeichnet werden, so Walnut.

Das Unternehmen versteht sich als Technologie-Dienstleister und fungiert nicht selbst als Vermittler. Walnut erhält nach Angaben von Gentz eine feste Nutzungsgebühr von den Produktpartnern, aber keine umsatzabhängige (Overhead-)Provision. Die Finanzierung erfolgt durch die Produktanbieter. Für Berater oder Vermittler ist die Nutzung der Plattform demnach kostenfrei.

Nur Berater/Vermittler können den Prozess starten

Welche Produkte aus der Walnut-Palette er dem Kunden anbieten möchte, entscheidet der Finanzdienstleister. Eine automatisierte Produktempfehlung durch das System auf Basis der Kundenpräferenzen und der Zielmarktinformationen der Anbieter erfolgt nicht. Es handelt sich also nicht um einen Robo-Advisor. Zudem können nur Berater/Vermittler den Prozess starten. Der Kunde kann also nicht allein aktiv werden und damit den Vertrieb umgehen.

Robert List, Geschäftsführer von Asuco, betonte, dass die Vertriebspartner – anders als bei anderen Lösungen – nicht befürchten müssen, dass ihnen durch Direktabschlüsse des Kunden Geschäft abhanden kommt. Das sei ein wichtiger Punkt bei der Entscheidung von Asuco für Walnut gewesen. Auch Christian Gall von Project Investment hob hervor, dass Walnut „die Bedürfnisse des Vertriebs und des Anbieters genau versteht“. Für André Wreth, Geschäftsführer von Solvium, hat das System daneben auch deshalb „Charme“, weil es bereits seit 2019 bei RWB im Einsatz ist und ein Teil der Vertriebspartner es deshalb schon kennt.

Nach den Worten von Norman Lemke, Vorstand bei RWB, kommen mittlerweile fast alle Zeichnungsscheine für die RWB-Fonds über die Walnut-Plattform, weil die Technologie die Abwicklung erleichtert und damit auch eine entsprechende Rechtssicherheit für den Vertrieb verbunden ist. Lemke ist auch Vorstandsvorsitzender der Munich Private Equity AG, also der Muttergesellschaft sowohl von RWB als auch von Walnut.


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