Wohnimmobilien: Großer Preisanstieg in ländlichen Gebieten erwartet

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Metropolen sind nach wie vor beliebt. Doch mit den größten Preisanstiegen bei Immobilien ist in der Zukunft im ländlichen Raum zu rechnen. Das fand das Hamburger Proptech-Start- Up Hausgold in einer großen Maklerumfrage heraus. 2.500 Immobilienexperten aus ganz Deutschland wurden dafür zu den aktuellen Entwicklungen im Immobilienmarkt befragt.

Die Immobilienpreise steigen kontinuierlich – doch wird dies auch in Zukunft weiter die
beliebten Metropolen betreffen?

“Wir befragen unsere Makler regelmäßig zu aktuellen Beobachtungen und Entwicklungen.
Durch den stetigen Austausch und die konstante Nähe zu den Maklern in ganz Deutschland
können wir Veränderungen am Immobilienmarkt schneller erkennen”, so Sebastian Wagner,
Gründer und CEO von Hausgold in Hamburg. So kristallisierte sich in der jüngsten
Befragung heraus:

Die “Big 7” Berlin, Hamburg, Frankfurt, Stuttgart, Köln, Düsseldorf und München werden
zwar laut der Expertenmeinung weiterhin gefragt sein, doch rechnen die meisten nicht mehr
mit so immens großen Preisanstiegen. Vielmehr war sich die Mehrheit der befragten Makler
darin einig, dass die größten Preissprünge in weniger urbanen, strukturstarken Gebieten zu
erwarten sind. Interessant dabei war vor allem, dass selbst die Makler, die in Metropolen
tätig sind, die Preissprünge nicht in urbanen, sondern in eher ländlichen Gebieten sehen.
Dies wiederum kann die allgemeine These bestätigen, dass auch die Stadtflucht weiterhin
ein Trend bleibt, der die Deutschen auch im kommenden Jahr begleiten wird.

Zu begründen ist die Stadtflucht aber nicht nur mit den Corona-Erfahrungen und dem
Wunsch nach mehr Platz. Sondern auch mit den Immobilienpreisen an sich. 56 Prozent der
befragten Makler gaben in der Umfrage an, dass Käufer zunehmend in weniger zentralen
und günstigeren Mikrolagen suchen, weil der Preisanstieg in den Big 7 in den letzten Jahren
einfach zu drastisch war. Gleichzeitig meinen die Makler auch, dass sich durch die
gestiegenen Preise außerdem das Kaufverhalten insgesamt geändert hat: Zum einen dauern
die Kaufprozesse nun oft länger, weil die Finanzierungen komplexer geworden sind, zum
anderen werden die Immobilien wegen oftmals geringer Renditen vermehrt zur Eigennutzung
gekauft. Grundsätzlich sind die Makler aber sehr optimistisch in Bezug auf ihre Auftragslage.
Auch wenn weniger Objekte am Markt sind. Ob sich diese Einschätzung am Ende
bewahrheitet, wird sich im Laufe der Zeit zeigen.

“Auch dazu werden wir unser Maklernetzwerk wieder befragen, um zukünftige Thesen bestätigen und neue Entwicklungen aufzeigen zu können. Außerdem sind wir schon sehr gespannt, wie sich die Preise in den
Mikrolagen entwickeln werden”, so Wagner abschließend.

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