Oltmann Gruppe plant weiteren antizyklischen Schiffsfonds

Die Oltmann Gruppe hat mit dem Schwergutschiff MS „Lena J“ das 300. Schiff in ihrer 28-jährigen Firmenhistorie erworben. Außerdem kündigte das Unternehmen an, einen weiteren antizyklischen Publikumsfonds auflegen zu wollen.

Der nächste Publikumsfonds soll eine Weiterentwicklung des zweiten Eigenkapitalfonds sein.

Insgesamt hat die Oltmann Gruppe seit Beginn der Schifffahrtskrise Anfang 2009 nach eigenen Angaben 43 Schiffe gemeinsam mit Reederei-Partnern erworben, darunter Mehrzweckfrachter, Schwergutschiffe, Containerfeeder und Mini-Bulker.

„Zumindest im ersten Halbjahr 2015 wird die krisengeschüttelte Schifffahrt noch mit Überkapazitäten und niedrigen Charterraten zu kämpfen haben, aber im siebten Krisenjahr sollten wir dem Ende der Durststrecke näherkommen“, erwartet der geschäftsführende Gesellschafter André Tonn.

„Für antizyklische Investoren sind gerade solche schwierigen Rahmenbedingungen interessant, da sie extrem günstige Investitionen ermöglichen“, so Tonn weiter.

Sechs Insolvenzen und sechs Notverkäufe

Auch die fahrende Flotte der Oltmann Gruppe, die derzeit 121 Schiffe zählt, ist von der Schifffahrtskrise betroffen: Bei den insgesamt 300 Schiffen sind nach Angaben des Initiators bis heute sechs Insolvenzen und sechs Notverkäufe zu verzeichnen.

Der nächste antizyklische Publikumsfonds ist als eine Weiterentwicklung des zweiten Eigenkapitalfonds geplant, der ohne jegliche Bankenfinanzierung auskommt. (kb)

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Foto: Shutterstock

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