ZIA: Kosten für KVG-Gründung wurden massiv unterschätzt

Der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) hat seine Mitglieder zum Stand der Umsetzung des Kapitalanlagegesetzbuchs (KAGB) befragt. Demnach liegen die Kosten für eine Zulassung als Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) für Unternehmen je nach Größe bei bis zu drei Millionen Euro. Der Kabinettsentwurf ging von einem Einmalaufwand von rund 180.000 Euro aus.

Dr. Andreas Mattner, Präsident des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA)

Hinzu kommen laut ZIA die derzeit nicht abschließend zu kalkulierenden laufenden Aufwendungen, die künftig durch die erhöhten Anforderungen entstehen. Hierzu zähle insbesondere die Bestellung eines Fondsmanagers.

„Die Antworten der Mitglieder zeigen, dass die Bundesregierung die Kosten der Umsetzung massiv unterschätzt hat. Der durch den Einsatz und für die Schulung des internen Personals, der Anpassung der EDV und für externe Berater entstandene Aufwand ist erheblich“, sagte ZIA-Präsident Dr. Andreas Mattner. „Wir haben Mitglieder, die allein für externe Berater siebenstellige Beträge ausgegeben haben. Die Kostenerwartung der Politik und die Wirklichkeit liegen beim KAGB meilenweit auseinander.“

Weniger Bürokratie gefordert

Zudem belaste der vom Gesetz geforderte „Papierkrieg“ die Unternehmen massiv. Auch die Finanzaufsicht Bafin als Genehmigungsbehörde werde von Anträgen überrollt. „Hier muss dringend etwas getan werden, am besten, indem wir die die elektronische Antragstellung zulassen und vor allem, indem die gesetzlichen Anforderungen an den Inhalt der Anträge reduziert werden. Wir müssen das Bürokratiemonster bändigen“, so Mattner. (kb)

Foto: ZIA

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