„Diskussion über den A380 entbehrt jeder Grundlage“

Cash. sprach mit Anselm Gehling, CEO der Dr. Peters Gruppe, über die Zukunft des Prestigefliegers A380 und geplante alternative Investmentfonds (AIF) für 2015.

„Im Verhältnis zu den Boeing-747-Bestellungen seit 1969 ist der A380 heute schon bei den Bestellzahlen führend“.

Cash.: Im vergangenen Dezember ging die Meldung durch die Presse, Airbus-Finanzchef Harald Wilhelm habe auf einer Investorenveranstaltung in London erklärt, man werde den A380 ab dem Jahr 2018 entweder mit sparsameren Triebwerken ausstatten oder die Produktion einstellen. Wie ist die Meldung einzuschätzen?

Gehling: Harald Wilhelm hat keineswegs von einer Produktionseinstellung gesprochen und auch nicht neue Triebwerke ab 2018 angekündigt. Er hat zunächst klargestellt, dass man mit der A380-Produktion ab 2015 den „break even“ erreichen werde und dass dies auch für die Jahre 2016 und 2017 gelte.

Für den Zeitraum ab 2018 fehlen offenbar noch Bestellungen, um „break even“ zu erreichen. Auf die dann an ihn gerichtete Frage, ob denn bei Nichterreichen des „break even“ in 2018 die Produktion des A380 eingestellt werden müsse, hat er die theoretische Option einer Produktionseinstellung oder einer neuen Version des A380 ins Gespräch gebracht. Das ist doch unternehmerisch eine absolut richtige Antwort. Kein Unternehmer produziert Gegenstände, die nicht nachfragt sind.

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Was aber in der öffentlichen Diskussion um den A380 in Deutschland völlig untergegangen ist, ist die Tatsache, dass es sich hierbei nur um theoretische Optionen handelt. Sowohl Tom Enders als auch Harald Wilhelm haben mir persönlich versichert, dass niemand im Airbus-Management über eine Einstellung der A380-Produktion nachdenkt. Vielmehr ist Airbus selbst sehr optimistisch, weitere Bestellungen für den A380 zu erhalten.

Im Verhältnis zu den Boeing-747-Bestellungen seit 1969 ist der A380 heute schon bei den Bestellzahlen führend, sodass Airbus zu Recht sehr zuversichtlich ist, auch für Zeiträume ab 2018 genügend Bestellungen zu erhalten. Das ist für die zahlreichen Airlines, die den A380 täglich in der ganzen Welt einsetzen, die wichtigste Aussage. Jede andere Diskussion, die in Deutschland kurzzeitig geführt wurde, entbehrt jeder Grundlage.

Seite zwei: „Wir beschränken uns nicht auf den A380“

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