Anzeige
Anzeige
2. Juli 2015, 15:45
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Entscheidung über Zukunft von Prokon steht bevor

Mehrere tausend Gläubiger sind am Donnerstag in einer Hamburger Messehalle zusammengekommen, um über die Zukunft der insolventen Windenergie-Firma Prokon zu entscheiden. Nach einem Bericht des “Handelsblatts” wird Prokon vermutlich nicht an den Energiekonzern EnBW verkauft. Die Gläubiger dürften sich demzufolge für eine genossenschaftliche Lösung entscheiden.

Neue Messe Hamburg 2 in Entscheidung über Zukunft von Prokon steht bevor

Die Gläubigerversammlung findet in den Hamburger Messehallen statt.

Ähnliches berichtete die “Frankfurter Allgemeine Zeitung” auf ihrer Internetseite. Bis zum Nachmittag gab es jedoch noch keine Entscheidung.

Insgesamt hat Prokon rund 100 000 Gläubiger. Neben den etwa 75 000 Anlegern, die über Genussrechte rund 1,4 Milliarden Euro in der Firma angelegt hatten, sollen auch Banken, Lieferanten, Stromkunden und andere Gruppen ihr Votum abgeben.

Notwendige Schwelle überschritten

Es hätten sich Anleger mit einem Genusskapital von rund 800 Millionen Euro bereiterklärt, ihr Kapital in eine Genossenschaft einzubringen, berichtete ein Teilnehmer der Deutschen Presse-Agentur. Damit war die für diese Abstimmung notwendige Schwelle von 660 Millionen Euro überschritten.

Das Genossenschaftsmodell muss von allen Gläubigergruppen sowohl nach Köpfen als auch nach Gläubigeranspruch eine Mehrheit erreichen. Sollten einzelne Gruppen nicht zustimmen, kann das Modell trotzdem angenommen werden, wenn die Gläubiger dadurch nicht schlechter gestellt werden.

Staatsanwaltschaft ermittelt

Über Prokon war 2014 wegen Überschuldung und Zahlungsunfähigkeit ein Insolvenzverfahren eröffnet worden. Das Unternehmen hatte sich mit hochverzinslichen Genussscheinen finanziert und konnte die Papiere nicht mehr zurücknehmen. Gründer Carsten Rodbertus musste das Unternehmen nach Konflikten mit Insolvenzverwalter Dietmar Penzlin verlassen. Gegen Rodbertus ermittelt die Staatsanwaltschaft Lübeck wegen des Verdachts der Insolvenzverschleppung.

Quelle: dpa-AFX

Foto: HMC/H.G. Esch, Ingenhoven Architects (HMCEI)

Anzeige
Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

ÖPPs sollen für bessere Einkommensabsicherung sorgen

Öffentlich-private Partnerschaften (“Public-private-Partnership”) zwischen Regierung, Unternehmen, Versicherungsgesellschaften und Einzelpersonen können der entscheidende Lösungsansatz sein, um Lücken in der Einkommensabsicherung zu schließen. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie der Zurich Versicherung.

mehr ...

Immobilien

Einzelhandel: Modebranche vor dem Umbruch

Die Anforderungen der Kunden an den Einzelhandel ändern sich. Damit ändern sich auch die Ansprüche der Mieter. Welche Herausforderungen die Branche erwartet und welche Vorstellungen die Mieter von Handelsimmobilien von der Zukunft haben, hat der Investor in Handelsimmobilien ILG untersucht.

mehr ...

Investmentfonds

Monega verwaltet neuen Fonds von Wieland Staud

Die Monega Kapitalanlagegesellschaft (KAG) mbH mit Sitz in Köln hat zusammen mit der Staud Research GmbH, Bad Homburg, und der Greiff capital management AG, Freiburg, den neuen StaudFonds aufgelegt.

mehr ...

Berater

Geldanlage: Deutsche schätzen Renditechancen falsch ein

Viele Bundesbürger haben falsche Vorstellungen von den Renditechancen verschiedener Anlageformen. Das geht aus einer aktuellen Umfrage von Kantar Emnid im Auftrag der Fondsgesellschaft Fidelity International hervor. Demnach unterschätzt eine Mehrheit der Deutschen zudem den Zinseszinseffekt bei Fonds.

mehr ...

Sachwertanlagen

Die Krux mit dem Verfallsdatum

Die neueste Cash.-Markterhebung und eine aktuelle Mitteilung der BaFin lenken den Blick auf eine spezielle Vorschrift für Vermögensanlagen-Emissionen. Einsichtig ist diese nicht – und ein Risiko auch für den Vertrieb. Der Löwer-Kommentar

mehr ...

Recht

Erbrecht: Ausgleichspflicht bei Berliner Testamenten

Das sogenannte Berliner Testament ist in Deutschland eine der beliebtesten und zahlenmäßig häufigsten Testierformen. In der Praxis kann dabei jedoch zu erheblichen Komplikationen kommen, etwa was die Ausgleichspflichten der Erben angeht.

mehr ...