Schiffsmarkt: Kann die Politik helfen?

Da eine Markterholung auch weiterhin ausbleibt, erhofft sich die Schifffahrtsbranche Unterstützung vonseiten der Politik. Aus Sicht der Reeder könnte sie mehr unternehmen, als dies momentan der Fall ist.

Aus Sicht der Reeder könnte die Politik mehr unternehmen, als dies derzeit der Fall ist.

Eine dauerhafte Markterholung auf den Schifffahrtsmärkten ist nicht in Sicht, die Situation bleibt weiter angespannt:

„Die Auslastung der Schiffe ist nach wie vor völlig unbefriedigend. Die Erlöslage, gerade in der Containerschifffahrt, bleibt äußerst schwierig. Deswegen müssen die Unternehmen alle Möglichkeiten zur Kostensenkung nutzen, um im Markt zu bleiben“, klagte Ralf Nagel, geschäftsführendes Präsidiumsmitglied des VDR anlässlich der Vorstellung einer Schifffahrtsstudie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers (PwC).

„Mehr tun, um die Branche zu unterstützen“

Wie die Studie zeigt, gehören dazu der Verkauf von Schiffen und Investitionen in neue, kostengünstigere und effizientere Schiffe. Aber auch die Verlagerung von Unternehmensaktivitäten ins Ausland wird von immer mehr Unternehmen in Betracht gezogen.

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„Wir müssen jetzt – wie in anderen europäischen Ländern auch – mehr tun, um die Branche besser zu unterstützen“, so Nagel. Diese Unterstützung erhofft man sich in erster Linie von der Politik.

Aus Sicht der Reeder könnte sie mehr unternehmen, als dies derzeit der Fall ist. „Ein Beispiel sind die sehr hohen Personalkosten an Bord eines Schiffes unter deutscher Flagge. Selbst im Vergleich zu unseren EU-Partnern Holland und Dänemark liegen diese bei uns um rund 45 Prozent höher“, bemängelt Hermann Ebel, Vorstandschef der Hansatreuhand Gruppe.

Seite zwei: Entbürokratisierung der deutschen Flagge

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